Schulen
Ruhrgebiet profitiert am meisten von neuen «Talentschulen»

Düsseldorf (dpa/lnw) - Das Ruhrgebiet ist der Gewinner des neuen Schulversuchs mit sogenannten Talentschulen an sozialen Brennpunkten. 22 der 35 besonders ausgestatteten ersten Talentschulen seien aus der Region Ruhr ausgewählt worden, berichtete der nordrhein-westfälische Schulstaatssekretär Mathias Richter am Freitag.

Freitag, 01.02.2019, 12:28 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 12:42 Uhr
An 60 sogenannten Talentschulen in Nordrhein-Westfalen sollen Kinder künftig besonders gefördert werden.
An 60 sogenannten Talentschulen in Nordrhein-Westfalen sollen Kinder künftig besonders gefördert werden. Foto: Marius Becker

Die Schulen beginnen vom kommenden Schuljahr an mit ihren Förderkonzepten. Ziel sei es, «den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen von ihrer sozialen Herkunft und den Einkommensverhältnissen des Elternhauses zu entkoppeln», erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer ( FDP ) in Düsseldorf. Dafür wolle das Land jährlich 22 Millionen Euro investieren, um über 400 zusätzliche Lehrerstellen und 150 000 Euro für Fortbildung in das Modellprojekt zu geben.

Weitere 25 Talentschulen sollen zum übernächsten Schuljahr an den Start gehen. Beworben hatten sich nach Angaben der Ministerin 149 Schulen. Eine Zusage bekamen jeweils sechs Gymnasien, Hauptschulen und Berufskollegs, zehn Gesamtschulen, fünf Realschulen und zwei Sekundarschulen. Die allgemeinbildenden Schulen erhalten 20 Prozent mehr Personalausstattung gemessen am Grundbedarf, Berufskollegs mindestens vier zusätzliche Stellen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft nannte es ein Rätsel, wie das kleine Pilotprojekt den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg auflösen solle. Alle Talentschulen arbeiten sechs Jahre in dem Modellprojekt, das auch wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden soll.

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