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Vorbereitungen für Stahlkocher-Warnstreiks laufen

Duisburg (dpa/lnw) - In Nordrhein-Westfalen laufen im Tarifkonflikt der nordwestdeutschen Stahlindustrie die Vorbereitungen für weitere Warnstreiks der Stahlkocher. Rund 1000 Beschäftigte sind am Dienstag zu Aktionen in Duisburg, Bochum und Kreuztal aufgerufen. Die Vertrauensleute seien jetzt in den Betrieben, sagte ein Sprecher der IG Metall am Morgen in Duisburg. Um 8.30 Uhr würden die Kollegen dann ihre Arbeitsplätze verlassen und sich an dem Ausstand beteiligen. In Kreuztal ist eine Demonstration für 10.00 Uhr angesetzt, bei ThyssenKrupp in Bochum soll um 10.30 Uhr eine Kundgebung stattfinden. Am Montag hatte es bereits in Dortmund Aktionen gegeben.

Dienstag, 05.02.2019, 07:20 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 07:32 Uhr

Hauptstreitpunkt bei den Tarifverhandlungen ist die Forderung der Gewerkschaft nach Einführung eines Urlaubsgelds von 1800 Euro, das auch in freie Tage umgewandelt werden kann. Die Arbeitgeber wollen erst ein Angebot vorlegen, wenn die IG Metall ihre Forderung präzisiert hat. Wenn die Entgeltumwandlung für alle Beschäftigten gelten solle, bedeute dies eine Arbeitszeitverkürzung von 1,5 bis 2 Stunden in der Woche, hieß es beim Arbeitgeberverband Stahl. Die IG Metall fordert für die rund 72 000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen daneben sechs Prozent mehr Geld.

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