Umwelt
Verbrennung von Ölpellets in Kraftwerk wird extern geprüft

Düsseldorf (dpa/lnw) - Angesichts von Sorgen in der Bevölkerung will das NRW-Umweltministerium die Verbrennung von schwermetallhaltigen Raffinerierückständen in einem Gelsenkirchener Kraftwerk zusätzlich prüfen lassen. Ein externer Sachverständiger solle hinzugezogen werden, um die Wege der Pellets von der Herstellung bis zur Verbrennung zu untersuchen, sagte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Dienstag in Düsseldorf.

Dienstag, 05.02.2019, 15:48 Uhr aktualisiert: 05.02.2019, 16:02 Uhr
Ursula Heinen-Esser (CDU) spricht bei einer Landtagssitzung im Plenarsaal.
Ursula Heinen-Esser (CDU) spricht bei einer Landtagssitzung im Plenarsaal. Foto: Christophe Gateau

Der Einsatz der Ölpellets - ein Gemisch aus Ruß und Schweröl - im Kraftwerk Scholven entspreche der geltenden Rechtslage, betonte die Ministerin. Die Emissionen werden laut Ministerium wie gesetzlich vorgeschrieben laufend vom Kraftwerk geprüft. Die zulässigen Schadstoff-Grenzwerte seien immer weit unterschritten worden. Daher gehe sie nicht von Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung aus, sagte Heinen-Esser. Das Unternehmen BP habe zudem mitgeteilt, die Produktion der Ölpellets bis 2022 einzustellen.

Die mit großen Mengen der Schwermetalle Nickel und Vanadium belasteten Ölpellets sind Auslöser eines Umweltskandals. Von 2010 bis 2013 wurden bis zu 30 000 Tonnen dieser Rückstände illegal in einer Tongrube am Niederrhein entsorgt. Das Umweltministerium will in einem weiteren Gutachten das Vorgehen in dem Fall klären.

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