Justiz
Bilanz zu Sonder-Staatsanwälten gegen Clankriminalität

Das Ruhrgebiet gilt als Hochburg der Clankriminalität in Nordrhein-Westfalen. Sonder-Staatsanwälte sollen direkt vor Ort helfen, das Problem in den Griff zu bekommen. Der Justizminister zieht eine Zwischenbilanz.

Donnerstag, 07.02.2019, 02:25 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 02:32 Uhr
Peter Biesenbach (CDU), Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz.
Peter Biesenbach (CDU), Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Bernd Thissen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach ( CDU ) zieht heute in Düsseldorf eine erste Bilanz zur Arbeit der Sonder-Staatsanwälte gegen Clan-Kriminalität. In Duisburg sind seit Juni des vergangenen Jahres zwei eigens dafür abgestellte Ankläger im Einsatz.

Dank ihrer Arbeit konnten nach Angaben des Justizministeriums bereits rund 260 Ermittlungsverfahren eingeleitet werden. Sie waren auch an gemeinsamen Razzien von Polizei und Ordnungsbehörden beteiligt. Die dem Bereich der Clankriminalität zugeordneten Straftaten reichen von Drogenhandel über Erpressung bis hin zu schwerer Gewalt.

In Essen wurden zu Jahresbeginn ebenfalls zwei Sonderermittler eingesetzt. Die Stadt gilt neben Berlin und Bremen als einer von drei bundesweiten Hotspots für Clankriminalität. Polizei und Justiz in NRW haben ihre Einsätze gegen kriminelle Clanmitglieder erheblich ausgeweitet. Mit einer «Strategie der 1000 Nadelstiche» versuchen sie verstärkt, den Fahndungsdruck auf die Szene mit großangelegten Razzien und Festnahmen hoch zu halten.

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