Personalnotstand verschärft sich
Dienste weisen Pflegefälle ab

Düsseldorf -

Angehörige von Pflegebedürftigen bekommen zunehmend Probleme, einen ambulanten Pflegedienst zu finden. Allein die 850 ambulanten Dienste der Freien Wohlfahrtspflege NRW müssen jeden Monat rund 9000 Anfragen absagen, berichtet der Verband in einer aktuellen Stellungnahme für den Landtag.

Montag, 11.02.2019, 19:06 Uhr aktualisiert: 11.02.2019, 20:12 Uhr
Viele Pflegedienste müssen Bedürftige abweisen.
Viele Pflegedienste müssen Bedürftige abweisen. Foto: dpa

„Für die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen ist jede Absage ein Drama“, fasst der Verband die Lage zusammen. Nach Angaben des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste muss inzwischen jeder zweite Pflegedienst Kunden und Patienten abweisen, weil geeignetes Personal für die Einrichtungen fehlt.

Der Mangel an Pflege­kräften ist immens: 2018 fehlten rund 10 000 Pflegekräfte, davon mit 4300 fast die Hälfte in der Altenpflege. Unter Berücksichtigung von Voll- und Teilzeitmodellen müssten auf einen Schlag 14.000 examinierte Fachkräfte verfügbar sein, rechnet der vor wenigen Wochen veröffentlichte Landesbericht zu den Gesundheitsberufen vor. Aus Sicht der Pflegedienste lösen neu geschaffene Stellen deshalb das Pro­blem nicht, weil kaum ge­eignete Bewerber zu finden sind. Schon jetzt blieben freie Stellen für Alten­pflegekräfte im Bundesschnitt 167 Tage unbesetzt.

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