Energie
BUND contra RWE: Umsiedlungen bleiben Streitpunkt

Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Streit um die Umsiedlungen im Rheinischen Revier haben der Umweltverband BUND und der Energiekonzern RWE im Wirtschaftsausschuss des Landtags ihre unvereinbaren Linien vertreten. RWE warnte davor, die laufenden Umsiedlungen am Braunkohletagebau Garzweiler II infrage zu stellen. Das sei gefährlich und unverantwortlich, hieß es in einem Bericht für eine Sachverständigenanhörung im Wirtschaftsausschuss am Mittwoch.

Mittwoch, 13.02.2019, 14:32 Uhr aktualisiert: 13.02.2019, 14:42 Uhr
Braunkohlebagger arbeiten im Braunkohletagebau Garzweiler II.
Braunkohlebagger arbeiten im Braunkohletagebau Garzweiler II. Foto: Federico Gambarini

Mit rund 57 Prozent der betroffenen Eigentümer habe sich RWE über den Kauf der Anwesen geeinigt. Am neuen Umsiedlungsstandort gebe es rund 170 Neubauten, Bauprojekte oder Planungen. Ein Stopp mitten in der laufenden Umsiedlung wäre weder für den alten noch für den neuen Ort zuträglich, stellte RWE in dem Bericht fest.

Der BUND forderte dagegen in seiner Stellungnahme einen sofortigen Stopp der «Zwangsumsiedlungen» in sieben Dörfern an den Tagebauen Hambach und Garzweiler II. Aus der geplanten Abschaltung von 3,1 Gigawatt Kraftwerksleistung ergebe sich, dass die Dörfer und der Hambacher Forst beim Kohleabbau ausgespart werden könnten. Durch ein Moratorium müsse verhindert werden, dass unwiderruflich Fakten geschaffen würden - etwa durch Abriss von Gebäuden oder die Rodung von Bäumen in den Ortschaften.

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