Prozesse
Männer wegen Bluttat in Belgien verurteilt

Köln (dpa/lnw) - Mehr als vier Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes in Belgien hat das Landgericht Köln zwei Männer zu Haftstrafen verurteilt. Gegen einen 54 Jahre alten Angeklagten verhängte es am Freitag neun Jahren Gefängnis wegen Totschlags. Der 50 Jahre alter Mitangeklagte wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu drei Jahren und drei Monaten verurteilt. Hintergrund der Tat sei die Drohung des späteren Opfers gewesen, ein unter anderem von dem 50-Jährigen im Internet betriebenes betrügerisches Schneeballsystem mit Tankgutscheinen auffliegen zu lassen. Ursprünglich waren die Männer wegen Mordes angeklagt.

Freitag, 15.02.2019, 15:07 Uhr aktualisiert: 15.02.2019, 15:12 Uhr
Zwei männliche Hände sind in Polizeihandschellen gefesselt.
Zwei männliche Hände sind in Polizeihandschellen gefesselt. Foto: Uli Deck

Der 50-Jährige hatte das spätere Opfer unter dem Vorwand, er habe Investoren für ein gemeinsames Modelabel gefunden, aus Bukarest nach Deutschland gelockt. Auf der Fahrt zu den angeblich belgischen Geldgebern kam es am Ortsrand des belgischen Sint-Truiden im Dezember 2014 allerdings zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Deutschen und dem Mann. In deren Verlauf fügte der 54 Jahre alte Angeklagte dem Opfer mehrere Schädelbrüche mit einer Eisenstange zu.

Der 50-Jährige war danach - geschockt von der Wucht der Schläge - vom Tatort geflohen. Das brachte ihm nun eine mildere Strafe ein. Der 54-Jährige dagegen schleifte das bewusstlose Opfer auf einen Feldweg und tötete es mit 15 Messerstichen in Brust und Rücken.

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