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AfD-Fraktionschef sieht keine Spaltung wegen Zoffs

Düsseldorf (dpa/lnw) - Trotz tiefgreifender Animositäten zwischen den beiden nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden der AfD befürchtet Landtagsfraktionschef Markus Wagner keine Zerreißprobe. Parteiinterne Angelegenheiten würden in der 13-köpfigen Fraktion ausgeklammert, sagte Wagner am Dienstag in Düsseldorf. Allerdings sei der Zwist bei der Vorbereitung der Kommunalwahlen nicht förderlich, räumte er ein.

Dienstag, 19.02.2019, 17:47 Uhr aktualisiert: 19.02.2019, 18:02 Uhr
AfD-Fraktionschef sieht keine Spaltung wegen Zoffs.
AfD-Fraktionschef sieht keine Spaltung wegen Zoffs. Foto: Christophe Gateau

Seit Monaten liefern sich die beiden Landesvorsitzenden Thomas Röckemann und Helmut Seifen öffentlich ausgetragene Scharmützel. In der vergangenen Woche hatte Röckemann sogar den Bundesvorstand aufgefordert, einzugreifen.

Röckemann wirft Seifen vor, politischen Gegnern in die Hände zu spielen, weil er nahelege, dass die vom Verfassungsschutz beobachtete Sammelbewegung «Der Flügel» um den thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke die NRW-AfD unterwandere. Mehrere Bezirksvorsitzende hatten die beiden zerstrittenen Landeschefs und Fraktionskollegen bereits in einem Brief aufgefordert, «zumindest auf Arbeitsebene zum Miteinander zu finden». Die AfD ist seit Mai 2017 im Düsseldorfer Landtag.

Mit erst sechs Jahren sei die AfD eine sehr junge Partei und im Vergleich zu den Anfangsjahren der Grünen «immer noch sehr gesittet», meinte Wagner. «Solche Auseinandersetzungen sind nichts Außergewöhnliches oder Parteischädigendes.» In der inhaltlichen Arbeit der Fraktion nehme er keine auseinanderstrebenden Parteiflügel wahr. Röckemann gilt als Höcke-Sympathisant.

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