Bau
Hochtief verdient deutlich mehr: 2019 Gewinnsprung erwartet

Essen/Düsseldorf (dpa) - Für den Baukonzern Hochtief laufen die Geschäfte vor allem bei den Auslandstöchtern in Australien und den USA weiter rund. Aber auch Europa entwickelt sich besser. Zudem zahlt sich die Teilübernahme des spanischen Autobahnbetreibers Abertis immer mehr für Hochtief aus. Der Gewinn stieg 2018 im Jahresvergleich um fast 30 Prozent auf 541,1 Millionen Euro, wie die im MDax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Essen mitteilte.

Donnerstag, 21.02.2019, 16:16 Uhr aktualisiert: 21.02.2019, 16:22 Uhr

Zum Gewinn steuerte alleine der Abertis-Kauf 84 Millionen Euro bei. Im vergangenen Jahr übernahmen die Essener gemeinsam mit der spanischen Konzernmutter ACS und der italienischen Atlantia den spanischen Autobahnbetreiber, an dem Hochtief jetzt knapp 20 Prozent hält. Von dem Gewinnsprung profitieren auch die Aktionäre, die mit 4,98 Euro je Aktie eine 47 Prozent höhere Dividende bekommen sollen. Der Umsatz legte 2018 um sechs Prozent auf 23,9 Milliarden Euro zu.

Auch im laufenden Jahr will Hochtief deutlich mehr verdienen. Das Unternehmen peilt einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn von 640 bis 680 Millionen Euro an. Dazu beisteuern soll unter anderem der spanische Autobahnbetreiber Abertis . Zuversichtlich machen Chef Marcelino Fernández Verdes aber auch die prall gefüllten Auftragsbücher und gute Aussichten auf noch mehr. Hochtief habe für 2019 und darüber hinaus in Nordamerika, der Region Asien-Pazifik und Europa Zielobjekte im Wert von rund 600 Milliarden Euro identifiziert

Mit der Übernahme von Abertis war im Oktober auch der zur italienischen Unternehmerfamilie Benetton gehörende Mautstraßenbetreiber Atlantia mit knapp 24 Prozent bei Hochtief eingestiegen. Großaktionär ist weiter die spanische Mutter ACS mit 50,4 Prozent. Die Zusammenarbeit mit Atlantia bezüglich Abertis laufe gut, sagte Fernández Verdes. Atlantia war 2018 in die Schlagzeilen geraten, da der Betreiber der eingestürzten Brücke in Genua, Autostrade per l'Italia, zum Großteil zu Atlantia gehörte. Bei dem Einsturz vor gut einem halben Jahr kamen 43 Menschen ums Leben.

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