Gepfändeter Hund
„Mops-Affäre“ könnte Fall für die Justiz werden

Ahlen -

Der Streit um eine gepfändete und über Ebay verkaufte Mops-Dame könnte zum Fall für die Justiz werden. Die Käuferin der inzwischen sogar international bekannten Hündin verklagt die Stadt Ahlen. 

Montag, 04.03.2019, 12:27 Uhr aktualisiert: 04.03.2019, 15:58 Uhr
Nach der Pfändung und dem Verkauf einer Mops-Dame via Ebay nimmt die Kritik am Vorgehen der Stadt Ahlen zu.
Nach der Pfändung und dem Verkauf einer Mops-Dame via Ebay nimmt die Kritik am Vorgehen der Stadt Ahlen zu. Foto: Mikko Schümmelfeder

„Mein Anwalt hat die Klage an Weiberfastnacht rausgeschickt“, sagte Michaela Jordan (52) der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Sie will den Kaufpreis zurück und eine Erstattung der Tierarztkosten. Zudem habe sie Strafanzeige wegen Betrugs gegen die Stadt gestellt, schilderte die Polizeibeamtin aus Wülfrath: „Ich bin entsetzt und fassungslos über das Vorgehen der Stadt.“

Mops „Edda“ war nach Angaben der Stadt aus einer Familie in Ahlen gepfändet worden, da diese hohe Schulden bei der Kommune habe. Der Erlös sei in die Stadtkasse geflossen. Jordan sagte, sie habe das Tier Anfang Dezember für 690 Euro gekauft. Der Mops - den sie in „Wilma“ umtaufte - sei als gesund, geimpft, entwurmt, ärztlich untersucht und „mit Stammbaum“ angepriesen worden. „Das war alles gelogen“, behauptet sie. Die Hündin sei nicht untersucht, nicht geimpft, voller ansteckender Würmer gewesen und hätte ohne Operationen wohl ihr Augenlicht auf einer Seite verloren, sagte die neue Besitzerin.

Auf eine Offerte, Pfändung und Verkauf rückabzuwickeln, würde sie nicht eingehen. Dieses Angebot ist in einer Mitteilung auf der Homepage der Stadt nachzulesen, die am Rosenmontag dazu aber nicht erreichbar war. Der Fall hatte der Stadt massive Kritik eingebracht.

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