Kriminalität
Hinweise nach Überfall an Airport: Täter weiterhin flüchtig

Wo stecken die flüchtigen Räuber des Geldtransporter-Überfalls am Flughafen Köln/Bonn? Die Ermittler gehen nach der brutalen Tat mit einem angeschossenen Wachmann zahlreichen Zeugenhinweisen nach. Sie untersuchen auch Parallelen zu einem ähnlichen Überfall in Köln.

Donnerstag, 07.03.2019, 15:16 Uhr aktualisiert: 07.03.2019, 15:22 Uhr
Polizisten und Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma stehen an einem Geldtransporter.
Polizisten und Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma stehen an einem Geldtransporter. Foto: Oliver Berg

Köln (dpa/lnw) - Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter am Flughafen Köln/Bonn geht die Polizei zahlreichen Hinweisen auf die beiden flüchtigen Täter nach. Etwa 20 Zeugenhinweise seien bei den Ermittlern eingegangen und würden nun geprüft, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Zeugen, die sich gemeldet haben, ist nach Polizeiangaben auch die Person, die am Mittwochmorgen ein Video von der Flucht der Täter aufgenommen hatte.

Die zwei Maskierten hatten bei dem Überfall auf den Geldtransporter einen Wachmann angeschossen und schwer verletzt. Der Mitarbeiter war zeitweise in Lebensgefahr und musste notoperiert werden. «Sein Zustand hat sich stabilisiert», sagte Bremer. Der Mann habe die Intensivstation inzwischen verlassen können.

Die Räuber waren nach der Tat mit einem Koffer in einem schwarzen Audi geflohen. Im nahe gelegenen Kölner Stadtteil Porz setzten sie das Auto in Brand. Der Wagen sei zuvor gestohlen worden, sagte Bremer. Der Polizei zufolge war an dem Fluchtauto ein sogenanntes Dublettenkennzeichen angebracht - also ein nachgemachtes Nummernschild mit echter Kombination. Bei dem Koffer könnte es sich nach Worten von Bremer um einen Geldkoffer handeln. Die Ermittler machten darüber hinaus keine Angaben, ob die Täter tatsächlich Geld erbeuteten.

In dem ausgebrannten Autowrack hatten die Ermittler eine Kalaschnikow entdeckt. Es werde geprüft, ob es sich dabei um die Tatwaffe handele, sagte Bremer. An dem überfallenen Geldtransporter seien keine Einschusslöcher gefunden worden.

Der Polizei zufolge gehört der Geldtransporter zu demselben Unternehmen, das bereits vor einem Jahr überfallen worden war. Damals hatten Unbekannte einen Geldtransporter auf dem Parkplatz eines Ikea-Kaufhauses in Köln-Godorf ausgeraubt. Auch hier wurde der Fluchtwagen wenig später in der Nähe brennend entdeckt. Dieser Fall würde nun noch einmal unter die Lupe genommen, sagte die Polizeisprecherin. Zuvor hatte die «Rheinische Post» berichtet.

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