Gesellschaft
Selbstkritik zum Frauentag: Frauenquote im Landtag gesunken

Düsseldorf (dpa/lnw) - Zum Internationalen Frauentag hat der nordrhein-westfälische Landtag am Freitag eine selbstkritische Bilanz gezogen. Auch in der Politik seien Frauen weiterhin unterrepräsentiert, stellte Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke in Düsseldorf fest. «In der laufenden Legislaturperiode unseres Landtags gibt es 55 weibliche Abgeordnete», bilanzierte die SPD-Politikerin. «Das ist ein Anteil von gerade einmal 27,6 Prozent - also nicht einmal ein Drittel. Das war schon einmal deutlich besser.»

Freitag, 08.03.2019, 16:01 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 16:12 Uhr
Blick durch den Monitor einer Fernsehkamera ins Plenum des Landtages in Düsseldorf.
Blick durch den Monitor einer Fernsehkamera ins Plenum des Landtages in Düsseldorf. Foto: Federico Gambarini

Den höchsten Frauenanteil weist die Landtagsstatistik mit fast 35 Prozent für die Legislaturperiode von 1995 bis 2000 aus. Diesen Anteil hält heute noch die SPD-Fraktion. Am höchsten ist er mit 50 Prozent bei den Grünen, am niedrigsten mit 12,5 Prozent bei der AfD-Fraktion, gefolgt von der FDP mit knapp 18 Prozent. Die CDU hat als größte Landtagsfraktion einen Frauenanteil von weniger als 24 Prozent.

Gödecke appellierte an die Bürgerinnen, ihre Einflussmöglichkeiten nicht ungenutzt zu lassen: «Bei der ersten Wahl der Nationalversammlung, an der Frauen teilnehmen durften, gingen vor 100 Jahren 82 Prozent der wahlberechtigten Frauen zur Wahl. Welche Veränderungsmacht hätten wir heute in Händen, täten wir es ihnen gleich.»

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