Fußball
Trotz Protest: Uerdingen spielt nächstes Jahr in Düsseldorf

Düsseldorf (dpa) - Gegen den Willen von Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf wird auch Drittliga-Club KFC Uerdingen seine Heimspiele in der kommenden Saison in der Düsseldorfer Arena absolvieren. Die entsprechende Vereinbarung verabschiedete der Aufsichtsrat der städtischen Verwaltungsgesellschaft D.Live am Dienstag.

Dienstag, 12.03.2019, 20:43 Uhr aktualisiert: 12.03.2019, 20:52 Uhr
Michael Brill, Geschäftsführer der Eventagentur D.LIVE, spricht während einer Pressekonferenz.
Michael Brill, Geschäftsführer der Eventagentur D.LIVE, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Marcel Kusch

Mit dieser neuen Vereinbarung könne laut D.Live-Geschäftsführer Michael Brill «das wirtschaftliche Defizit unserer Gesellschaft» weiter verringert und «die Auslastung der Arena» erhöht werden. «Themen, die unsere Heimmannschaft Fortuna Düsseldorf betreffen - zum Beispiel Termin-Vorrang, Rasenabnutzung oder Branding - werden entsprechend berücksichtigt», sagte Brill.

Verbleibt der KFC Uerdingen in der 3. Liga, würde er insgesamt 19 Ligaspiele in Düsseldorf austragen. Beim Aufstieg in die 2. Liga wären es 17 Begegnungen. Die Südtribüne kann nur mit Zustimmung von Fortuna Düsseldorf genutzt werden.

Nach Informationen der «Rheinischen Post» unterzeichnete auch die Fortuna einen neuen Mietvertrag über drei Jahre, für den sie jährlich mehr Geld bezahlt, dafür aber auch mehr Rechte bekommt. So sollen Fremdnutzungen künftig nur noch mit ihrer Zustimmung möglich sein.

Nachdem KFC-Geschäftsführer Frank Strüver Ende Februar bereits entsprechende Medienberichte bestätigt hatte, hatte es harsche Proteste von der Fortuna gegeben. Der Vorstandsvorsitzende Robert Schäfer bezeichnete die Pläne im «Express» als «Schnapsidee», Trainer Friedhelm Funkel wetterte in der «Rheinischen Post», «dass unsere Vereinsführung überhaupt nicht informiert worden ist. Das gehört sich einfach nicht.»

Die Fortuna monierte als langjähriger Hauptmieter des Stadions einen Rückschlag im Bestreben, die Arena zu einer identitätsstiftenden Heimstätte zu machen. Die Uerdinger spielen derzeit in Duisburg, die heimische Grotenburg in Krefeld erfüllt auch in der kommenden Saison nicht die Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes.

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