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Trotz 0:7: Tedesco denkt «keine Sekunde» an Rücktritt

Manchester -

Nach dem 0:7 bei Man City zeigt sich Schalkes Trainer Tedesco «extrem enttäuscht». An einen Rücktritt denkt er aber «keine Sekunde». Gleichwohl dürfte es schwer für ihn werden, das Team bis zum Spiel gegen Leipzig aufzurichten. Sportvorstand Schneider sagt noch nichts.

Mittwoch, 13.03.2019, 07:04 Uhr aktualisiert: 13.03.2019, 09:55 Uhr
Trainer Domenico Tedesco von Schalke sitzt nach dem Spiel bei der Pressekonferenz.
Trainer Domenico Tedesco von Schalke sitzt nach dem Spiel bei der Pressekonferenz. Foto: Ina Fassbender

Die spannendste Frage blieb nach dem 0:7-Debakel bei Manchester City zunächst einmal unbeantwortet. Nach der höchsten Europapokal-Niederlage der Schalker Vereinsgeschichte ließ der neue Sportvorstand Jochen Schneider in den Stadion-Katakomben durch den Pressesprecher des Revierclubs dafür um Verständnis bitten, dass er das Achtelfinal-Rückspiel und dessen Folgen zunächst nicht kommentieren möchte. Motto: Nur keine unüberlegte Entscheidung aus den Emotionen heraus treffen, sondern eine Nacht drüber schlafen. Dass das krachende Aus in der Champions League für den Trainer des FC Schalke ohne Folgen bleibt, ist schwer vorstellbar, aber nicht unmöglich.

Kurz zuvor hatte Domenico Tedesco die passenden Worte gesucht, um die Vorstellung beim übermächtigen englischen Fußball-Meister zu beschreiben. «Wir sind extrem enttäuscht über das Spiel und das Ergebnis. Wir wollten zunächst wenig zulassen. Bis zur 30. Minute war es okay. Dann kriegen wir einen Elfmeter, und dann sacken wir zusammen», sagte der frustrierte Fußball-Lehrer, und gab zu: «Das war der größte Spannungsverlust, den ich je als Trainer erlebt habe.»

Das Schalke-Debakel

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  • Als großer Außenseiter war der FC Schalke 04 in das Achtelfinal-Rückspiel beim englischen Meister Manchester City gegangen. Eine halbe Stunde lang wehrten sich die Königsblauen, dann erlebten sie gegen das Team von Pep Guardiola ein Debakel.

    Foto: IIna Fassbender/dpa
  • Trainer Domenico Tedesco von Schalke sitzt nach dem Spiel bei der Pressekonferenz. «Wenn du sieben Tore kriegst und so ausscheidest, ist das extrem bitter», sagte Trainer Domenico Tedesco im TV-Sender Sky. «Wir müssen das extrem schnell abhaken, am besten heute Abend noch.»

    Foto: Ina Fassbender/dpa
  • Lehrstunde statt Fußball-Wunder: Ein chancenloser FC Schalke 04 hat sich gegen das Millionen-Ensemble von Manchester City blamiert und ist nach der höchsten Niederlage eines deutschen Teams in der Champions League krachend gescheitert.

    Foto: Ina Fassbender
  • Schalkes Spieler stellen sich vor dem Spiel zum Mannschaftsfoto auf: Hintere Reihe (l-r): Torwart Ralf Fährmann, Salif Sane, Nabil Bentaleb, Guido Burgstaller, Jeffrey Bruma und Bastian Oczipka. Vordere Reihe (l-r): Breel Embolo, Benjamin Stambouli, Yevhen Konoplyanka, Suat Serdar und Weston McKennie.

    Foto: Foto: Ina Fassbender/dpa
  • Trotz einer in der ersten halben Stunde ansehnlichen Leistung unterlagen die Königsblauen im Achtelfinal-Rückspiel klar und in der Höhe verdient mit 0:7 (0:3) und können sich ab sofort ganz auf den heiklen Abstiegskampf in der Bundesliga konzentrieren.

    Foto: Martin Rickett
  • Schalkes Bastian Oczipka (r) und Manchesters Kyle Walker kämpfen um den Ball.

    Foto: Ina Fassbender
  • Manchesters Phil Foden jubelt, nachdem er das 6:0 für sein Team erzielt hat.

    Foto: Ina Fassbender
  • Manchesters Phil Foden (r) erzielt das 6:0, nachdem er sich gegen Schalkes Torwart Ralf Fährmann durchgesetzt hat.

    Foto: Ina Fassbender
  • Manchesters Phil Foden

    Foto: Ina Fassbender
  • Manchesters Spieler Leroy Sane (3.v.r.) und Philippe Sandler jubeln mit Phil Foden nach dessen Tor zum 6:0.

    Foto: Ina Fassbender
  • Schalkes Bastian Oczipka steht nach dem Spiel enttäuscht auf dem Platz.

    Foto: Ina Fassbender
  • Schalkes Bastian Oczipka

    Foto: Ina Fassbender
  • Schalkes Bastian Oczipka

    Foto: Ina Fassbender
  • Schalkes Torwart Ralf Fährmann (l) und seine Mitspieler stehen nach dem Spiel vor den enttäuschten Fans auf dem Spielfeld.

    Foto: Ina Fassbender
  • Das Schalke-Debakel Foto: Ina Fassbender
  • Fans von Schalkes diskutieren nach der Niederlagen mit den Spielern ihres Teams.

    Foto: Ina Fassbender
  • Schalkes Torwart Ralf Fährmann

    Foto: Ina Fassbender
  • Das Schalke-Debakel Foto: Ina Fassbender
  • Schalkes Torwart Ralf Fährmann (r) fängt einen Ball vor Manchesters Bernardo Silva.

    Foto: Ina Fassbender
  • Manchesters Bernardo Silva (l) jubelt mit Leroy Sane, nachdem er das 5:0 für sein Team erzielt hat.

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  • Das Schalke-Debakel Foto: Ina Fassbender
  • Manchesters Sergio Aguero (l) erzielt per Elfmeter das 1:0 für sein Team und lässt Schalkes Torwart Ralf Fährmann (2.v.r.) keine Chance.

    Foto: Ina Fassbender
  • Manchesters Phil Foden jubelt, nachdem er das 6:0 für sein Team erzielt hat.

    Foto: Dave Thompson
  • Manchesters Phil Foden erzielt das 6:0, nachdem er sich gegen Schalkes Torwart Ralf Fährmann durchgesetzt hat.

    Foto: Martin Rickett
  • Manchesters Phil Foden jubelt, nachdem er das 6:0 für sein Team erzielt hat.

    Foto: Martin Rickett
  • Pep Guardiola, der Trainer von Manchester City, reagiert an der Seitenlinie, nachdem Sergio Aguero das erste Tor für sein Team erzielt hat.

    Foto: Dave Thompson
  • Schalkes Torwart Ralf Fährmann

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  • Schalkes Benjamin Stambouli

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  • Das Schalke-Debakel Foto: Ina Fassbender
  • Manchesters Trainer Pep Guardiola gestikuliert an der Seitenlinie.

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  • Schalkes Breel Embolo (oben) und Manchesters Danilo kämpfen um den Ball.

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  • Schalkes Benjamin Stambouli

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  • Manchesters Leroy Sane Schalkes (l) und Schalkes Torwart Ralf Fährmann kämpfen um den Ball.

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  • Schalkes Benjamin Stambouli (r) diskutiert mit Schiedsrichter Clement Turpin aus Frankreich.

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  • Schalkes Breel Embolo (r) und Manchesters Danilo kämpfen um den Ball.

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  • Schalkes Benjamin Stambouli (r) diskutiert mit Schiedsrichter Clement Turpin aus Frankreich während dieser mit den Videoschiedsrichtern spricht.

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  • Schiedsrichter Clement Turpin aus Frankreich.

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  • Schalkes Bastian Oczipka (r) kann nur zuschauen während Manchesters Raheem Sterling das 4:0 erzielt.

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  • Der Schriftzug "Goal review" (Tor wird überprüft) ist auf der Anzeigetafel zu sehen, während die Video-Schiedsrichter überprüfen, ob das 3:0 für Manchester regulär erzielt wurde.

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  • Schalkes Guido Burgstaller

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  • Manchesters Leroy Sane erzielt das 3:0 für sein Team.

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  • Manchesters Spieler Leroy Sane (l), Kyle Walker (2) und Bernardo Silva jubeln nach dem 1:0 mit dem Torschützen Sergio Aguero (3.v.r).

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  • Manchesters Sergio Aguero jubelt, nachdem er per Elfmeter das 1:0 für sein Team erzielt hat.

    Foto: Martin Rickett
  • Das Schalke-Debakel Foto: Martin Rickett
  • Man-City-Clubchef Khaldoon Al Mubarak verfolgt das Spiel unter den Zuschauern auf der Tribüne.

    Foto: Martin Rickett
  • Schalkes Salif Sane (r) und Manchesters Sergio Aguero kämpfen um den Ball.

    Foto: Martin Rickett
  • Fans von Manchester halten auf der Tribüne ein Transparent mit einem Segelschiff in die Höhe.

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  • Manchesters Sergio Aguero erzielt per Elfmeter das 1:0 für sein Team.

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  • Pep Guardiola, der Trainer von Manchester City.

    Foto: Martin Rickett
  • Manchesters Ilkay Gündogan (vorn) steht auf dem Platz.

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  • Schalkes Jeffrey Bruma (l) und Manchesters Raheem Sterling kämpfen um den Ball.

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  • Schalkes Breel Embolo (l) kämpft Manchesters Ilkay Gündogan (l-r), David Silva und Bernardo Silva um den Ball.

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  • Schalkes Benjamin Stambouli (l) und Manchesters Sergio Aguero kämpfen um den Ball. Im Hintergrund steht Schalkes Torwart Ralf Fährmann.

    Foto: Ina Fassbender
  • Schalkes Suat Serdar (r) und Manchesters David Silva kämpfen um den Ball.

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  • Schalkes Benjamin Stambouli (r) und Manchesters Sergio Aguero kämpfen um den Ball.

    Foto: Martin Rickett
  • de, Achtelfinale, Rückspiele: Manchester City - FC Schalke 04 im Ethiad Stadium. Schalkes Guido Burgstaller (M) kämpft mit Manchesters Aymeric Laporte (l) und Ilkay Gündogan (r) um den Ball.

    Foto: Ina Fassbender
  • Pep Guardiola (r), der Trainer von Manchester City, und Schalkes Trainer Domenico Tedesco geben sich vor Spielbeginn im Stadion die Hand.

    Foto: Martin Rickett

Bis zum 1:0 von Man City in der 32. Minute durch einen frech verwandelten Foulelfmeter von Sergio Agüero hatte der Bundesliga-14. sich tapfer gewehrt und mit einer disziplinierten Defensivleistung nur eine große Chance zugelassen. Nach dem 0:1 musste Torhüter Ralf Fährmann bis zur Pause aber zwei weitere Gegentore von Agüero (38.) und dem überragenden Ex-Schalker Leroy Sané (42.) hinnehmen, ehe Raheem Sterling (56.), Bernardo Silva (71.), Phil Foden (78.) und Gabriel Jesus (84.) gegen die dann resignierenden Revier-Kicker fast mühelos den deprimierenden Endstand herausschossen.

«Klar, sie hören dann nicht auf Fußball zu spielen und hatten Spaß», beschrieb Tedesco die nicht nur für ihn, sondern auch die fast 3000 mitgereisten Schalke-Fans schwer zu ertragende Demontage. Es fühle sich «nicht gut an», räumte der 33-Jährige ein. Gleichwohl fühle er sich weder von seiner Mannschaft im Stich gelassen, noch ziehe er aus der bitteren Lehrstunde persönlichen Konsequenzen. Einen Rücktritt schloss er aus. «Ich habe keine Sekunde daran gedacht», betonte Tedesco, und stellte sich wie schon bei der zurückliegenden Pleitenserie tapfer vor seine Jungs. «Ich bin selbst jetzt stolz, Trainer von Schalke 04 zu sein. Grundsätzlich mache ich mir keine Gedanken über mich.»

Schalke 04 verliert gegen Manchester City

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  • Die Schalker haben im Hinspiel des Achtelfinals der Champions League einen großen Kampf geliefert – und am Ende dennoch verloren.

    Foto: Ina Fassbender
  • Schalkes zweifacher Torschütze Nabil Bentaleb war nach Abpfiff sichtlich enttäuscht.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Große Enttäuschung auch beim Schalker Torhüter Ralf Fährmann

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Da ist es passiert: Manchesters Raheem Sterling jubelt über sein spätes Tor zum 3:2.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Zuvor hatte Manchesters Leroy Sane per Freistoß zum 2:2 getroffen.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Manchesters Leroy Sane (l.) erzielt per Strafstoß das Tor zum 2:2 Ausgleich.

    Foto: Ina Fassbender
  • Schalkes Suat Serdar (v.l.), Weston McKennie, Nabil Bentaleb und Daniel Caligiuri bedrängen Manchesters Raheem Sterling.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Schalkes Mark Uth (vorn) und Manchesters Fernandinho kämpfen um den Ball.

    Foto: Ina Fassbender
  • Kopfballduell zwischen Schalkes Daniel Caligiuri (r.) und Manchesters Raheem Sterling

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Schalkes Nabil Bentaleb (r.) erzielt per Elfmeter das Tor zum 2:1 und lässt Manchesters Torwart Ederson (hinten) erneut keine Chance.

    Foto: Ina Fassbender
  • Zwischenzeitlicher Jubel in Königsblau: Schalkes zweifacher Torschütze Nabil Bentaleb (r.) jubelt mit Weston McKennie nach dem Elfmeter zum 2:1.

    Foto: Ina Fassbender
  • Die Schalker lieferten einen großen Kampf gegen das Team von Pep Guardiola.

    Foto: Ina Fassbender
  • Schalkes Salif Sane (oben) und Manchesters Aymeric Laporte versuchen an den Ball zu kommen.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Die Spieler von Manchester jubeln nach dem Tor zum 1:0 mit dem Torschützen Kun Aguero (Rückennummer 10).

    Foto: Ina Fassbender

Ob es dabei bleibt, wie von Schneider vorgesehen, dass Tedesco zumindest bis zum Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig am Samstag am glücklosen Übungsleiter festhält, scheint offener denn je. Tedesco zeigte aber wenig Anzeichen für Resignation und fehlende Motivation, seine Mannschaft wieder aufzurichten. «Spätestens nach 48 Stunden muss das Spiel aus Köpfen sein und dann müssen wir den Fokus auf Leipzig richten», sagte Tedesco. «Der Glaube» an einen «ganz anderen Auftritt» sei da, zumal Man City derzeit kein Maßstab ist. «Wir geben jetzt nicht auf.» 


Reaktionen im Netz

Während der Verein sich auf Twitter entschuldigt... 

... obwohl man es selbst zwischenzeitig noch mit Humor versucht hat...

... setzt es von allen Seiten Häme.

Aber man kann ja allem auch etwas Positives abgewinnen.

Und schon mal einen Blick in die Zukunft wagen.

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