Energie
RWE erwartet Milliardenentschädigungen für Braunkohle-Aus

Essen (dpa) - RWE-Chef Rolf Martin Schmitz erwartet Milliardenentschädigungen für die vorzeitige Abschaltung von Braunkohlekraftwerken. Pro Gigawatt abgeschaltete Leistung müssten die Entschädigungen bei 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro liegen, sagte Schmitz am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz des Energiekonzerns in Essen.

Donnerstag, 14.03.2019, 10:54 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 11:03 Uhr
Rolf Martin Schmitz, Vorstandsvorsitzender von RWE lächelt vor der Bilanzpressekonferenz.
Rolf Martin Schmitz, Vorstandsvorsitzender von RWE lächelt vor der Bilanzpressekonferenz. Foto: Caroline Seidel

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission hat vorgeschlagen, bis 2022 rund 3 Gigawatt Braunkohlekapazität zusätzlich vom Netz zu nehmen. RWE geht davon aus, dass der Großteil der Abschaltungen auf das Rheinische Revier entfällt, wo der Essener Konzern die Kraftwerke und Tagebaue betreibt. «RWE kann und wird aber nicht alles alleine stemmen können», fügte Schmitz hinzu.

Im Vergleich zur Ökostromförderung seien Entschädigungen für abgeschaltete Kraftwerke aber überschaubar, sagte Schmitz. «Ein kompletter Kohleausstieg wird wahrscheinlich nicht mehr kosten als ein halbes Jahr staatliche Förderung der erneuerbaren Energien.»

Gespräche mit der Bundesregierung zur Umsetzung der Beschlüsse der Kohlekonferenz hätten gerade erst begonnen, sagte Schmitz. Der Prozess werde sicherlich Monate dauern.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6469869?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F22265%2F
Nachrichten-Ticker