Handel
August Oetker gibt Beiratsposten im Familienunternehmen ab

Bielefeld (dpa) - Beim Pizza-, Pudding- und Backpulverhersteller Dr. Oetker steht ein Personalwechsel an. Mit seinem 75. Geburtstag an diesem Sonntag (17.3.) muss August Oetker den Vorsitz im Beirat des Familienunternehmens der Oetker-Gruppe abgeben.

Freitag, 15.03.2019, 09:48 Uhr aktualisiert: 15.03.2019, 10:02 Uhr
August Oetker spricht in seinem Büro bei einem dpa-Interview.
August Oetker spricht in seinem Büro bei einem dpa-Interview. Foto: Oliver Krato

Das Gremium hat eine Beratungs- und Kontrollfunktion. Auch kann der Beirat, der mehrheitlich mit Managern besetzt ist, die nicht zur Gesellschafterfamilie gehören, ein Veto einlegen. Bis Ende des Monats wählt das Gremium nach Angaben eines Unternehmens-Sprechers einen neuen Vorsitzenden.

August Oetker stand von 1981 bis 2009 an der Spitze des Managements. 2010 übernahm sein jüngerer Bruder Richard, bevor 2017 mit Albert Christmann erstmals ein familienfremder Manager die Führung des Tagesgeschäfts übernahm.

Seit Jahren streiten sich die Familienstämme um die Besetzung von Spitzenposten und die Ausrichtung des Konzerns, der 2017 mit Lebensmitteln, Getränken, Bankgeschäften, Chemieprodukten und der mittlerweile verkauften Reederei Hamburg-Süd 11,6 Milliarden Euro umsetzte. Davon entfiel rund die Hälfte auf das Container-Geschäft.

Zuletzt hatte die jüngere Oetker-Generation Klage am Landgericht Bielefeld gegen die Wahl von Anna Maria Braun (Mitglied des Vorstands der B. Braun Melsungen AG) als Nachfolgerin für Lufthansa-Vorstand Carsten Spohr eingelegt. Die Klage ruht derzeit. Die Familie versucht, sich außergerichtlich zu einigen.

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