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Neuer Einigungsversuch beim Stahl: Streit um Freizeitwunsch

Die Tarifgespräche beim Stahl ziehen sich hin. In vier Verhandlungsrunden sind sich Arbeitgeber und Gewerkschaften kaum näher gekommen. Nun muss man sich am Wochenende zusammensetzen.

Samstag, 16.03.2019, 02:36 Uhr aktualisiert: 16.03.2019, 02:42 Uhr
Stahlarbeiter von ThyssenKrupp bei einem Warnstreik.
Stahlarbeiter von ThyssenKrupp bei einem Warnstreik. Foto: Roland Weihrauch

Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Tarifkonflikt der nordwestdeutschen Stahlindustrie unternehmen Arbeitgeber und Gewerkschaften einen neuen Einigungsversuch. In Düsseldorf treffen sie sich heute zur fünften Runde der Tarifgespräche. Bislang liegen die Positionen beider Seiten noch weit auseinander.

Die IG Metall fordert für die etwa 72 000 Stahlkocher in NRW, Niedersachsen und Bremen sechs Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben eine Erhöhung von 2,5 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten angeboten. Besonders umstritten ist die Forderung der Gewerkschaft nach einem Urlaubsgeld von 1800 Euro, das auch in freie Tage umgewandelt werden kann.

Die Gewerkschaft hat mit Warnstreiks versucht, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Am Montag legten erstmals Beschäftigte an allen Stahlstandorten am gleichen Tag die Arbeit nieder. Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Knut Giesler, hatte die Arbeitgeber danach aufgefordert, am Samstag ein deutlich verbessertes Angebot vorzulegen. «Wenn das nicht geschieht, wird eine weitere Eskalation in der Tarifrunde nicht zu verhindern sein», hatte der nordrhein-westfälische IG-Metall-Bezirksleiter gesagt.

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