Überwachung von Schlachthöfen
Ruf nach Kontrollen ohne Ankündigung

Düsseldorf -

Nachdem der Bundesrat sich für eine Videobeobachtung in allen Schlachthöfen ausgesprochen hat, fordern die Grünen im Landtag weiter gehende Maßnahmen für einen besseren Tierschutz.

Montag, 18.03.2019, 20:06 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 20:32 Uhr
Überwachung von Schlachthöfen: Ruf nach Kontrollen ohne Ankündigung
Ein Schlachthof Foto: dpa

Auch bei den zuletzt festgestellten Verstößen in Schlachthöfen in Düren, Bad Iburg und Oldenburg liege das Problem vor allem in der unsachgemäßen Betäubung der Tiere vor dem Schlachten, bemängeln die Grünen in einem Antrag, über den das Parlament am Donnerstag beraten wird. Darin werden unzureichend eingestellte Geräte als Grund genannt, zudem müsse oft ungeschultes Personal unter Zeitdruck die Tiere töten. Zudem löse das zur Betäubung eingesetzte CO-Gas oft Reizreaktionen aus und erhöhe so das Leiden der Tiere.

Die Grünen wollen darum verstärkte Kontrolle an den Schlachthöfen und Standards wie ein Vier-Augen-Prinzip einführen. Die Amtsveterinäre sollen online auf die Videobilder zugreifen können. „Für den Agrarstandort Nordrhein-Westfalen sind massive Verletzungen von Tierschutzstandards und die teilweise inakzeptablen Arbeitsbedingungen auf den Schlachthöfen eine Schande“, begründet Grünen-Agrarexperte Norwich Rüße die Initiative. Videoüberwachung reiche nicht. „Vielmehr braucht es einheitliche Kontrollstandards und mehr unangekündigte Kontrollen.“

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