Justiz
Europaweite Fahndung nach Häftling aus JVA Werl

Er gilt als gefährlich und ist mit einem Auto auf der Flucht. Ein Häflting aus der Sicherungsverwahrung der JVA Werl wird nun europaweit gesucht.

Donnerstag, 21.03.2019, 14:07 Uhr aktualisiert: 21.03.2019, 14:12 Uhr
Handschellen liegen auf einem Tisch.
Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel

Werl (dpa/lnw) - Der bei einem Familienbesuch geflüchtete Häftling aus der Sicherungsverwahrung der JVA Werl ist europaweit zur Fahndung ausgeschrieben worden. Der Mann sei mit dem Auto der Eltern auf der Flucht, sagte der stellvertretende Gefängnisleiter, Jörg-Uwe Schäfer, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Der 31-Jährige war am Mittwochmittag zwei begleitenden Beamten entwischt, hatte sich in einem Zimmer des Elternhauses in Bad Salzuflen eingeschlossen und war durch das Fenster entkommen.

Der Mann gelte als gefährlich, habe nach Erkenntnissen der JVA aber keine Waffe dabei. Bei drei «Ausführungen» zuvor sei er an Händen und Füßen gefesselt gewesen, diesmal aber nicht.

Die europaweite Fahndung laufe seit dem Vormittag, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Bielefeld. Mit dem Foto des Mannes und dem Kennzeichen des Fluchtwagens - einem Opel - werde nach dem Sicherungsverwahrten gesucht.

Laut JVA hatte er bis vor einem Jahr eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung verbüßt. Im Anschluss war er nicht auf freien Fuß gekommen, sondern in die Sicherungsverwahrung in Werl. Schäfer sagte, man stehe in Kontakt zu den Eltern des Geflüchteten, die keine Nachricht von ihrem Sohn erhalten hätten. Inzwischen seien die zwei Beamten befragt worden. Auf die Frage nach einem Fehlverhalten meinte Schäfer, für eine Bewertung sei es noch zu früh.

Laut Düsseldorfer Justizministerium haben Sicherungsverwahrte regelmäßig Anspruch auf Ausführungen, also von Bediensteten bewachte Aufenthalte außerhalb der Gefängnismauern.

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