Notfälle
Selbstverbrennung vor Landgericht: Opfer gestorben

Krefeld (dpa/lnw) - Einen Monat, nachdem er sich vor dem Krefelder Landgericht selbst angezündet hat, ist ein 43-jähriger Mann aus Neuss im Krankenhaus gestorben. Das hat die Polizei in Krefeld am Freitag mitgeteilt. Nach dem Vorfall hatte es zwei Kundgebungen von PKK-Sympathisanten vor dem Gerichtsgebäude gegeben.

Freitag, 22.03.2019, 15:31 Uhr aktualisiert: 22.03.2019, 15:42 Uhr

Zeugen zufolge hatte der 43-Jährige gerufen, mit seiner Verbrennung gegen die Isolationshaft von PKK-Chef Abdullah Öcalan und gegen deutsche Polizeigewalt zu protestieren. Es gibt aber auch Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Mannes. So war ein Gerichtsverfahren gegen ihn wenige Tage vor der Tat wegen erheblicher Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des 43-Jährigen ausgesetzt worden.

Der Neusser hatte sich mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und vor den Augen einer größeren Gruppe Schüler angezündet, die daraufhin von Notfallseelsorgern betreut werden mussten. Justizwachtmeister waren dem brennenden Mann auf der Straße zur Hilfe geeilt und hatten die Flammen mit Decken und Feuerlöschern ersticken können. Mit lebensgefährlichen Verletzungen war zu einer Spezialklinik nach Duisburg geflogen worden.

Bei dem Gerichtsverfahren ging es um einen vermeintlichen Angriff auf einen Polizisten. Der 43-Jährige war deswegen zu 1550 Euro Geldstrafe verurteilt worden und dagegen in die Berufung vor das Landgericht gezogen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6489250?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F22265%2F
Der Münsteraner, der von Stauffenbergs Attentats-Plänen wusste
Zwischen 1940 und 1944 gehörte Paulus van Husen dem Oberkommando der Wehrmacht an.
Nachrichten-Ticker