Polizei
Polizei-Notrufe gehen nicht mehr verloren

Düsseldorf (dpa/lnw) - Das Problem mit verloren gehenden Notrufen wegen Überlastung bei der Polizei soll bald gelöst sein. Im kommenden Monat werden alle Leitstellen der NRW-Polizei auf digitale Technik umgerüstet sein und alle eingehenden Notrufe registriert, sagte eine Sprecherin des Landespolizeiamtes in Duisburg am Montag. Es seien bereits 45 der 47 Leitstellen entsprechend umgerüstet. Aachen und Bochum würden in den kommenden Wochen folgen. Die «WAZ» hatte zuerst berichtet.

Montag, 25.03.2019, 17:33 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 17:42 Uhr
Die Polizei-Notrufnummer 110.
Die Polizei-Notrufnummer 110. Foto: Sophia Weimer

Allerdings könne es nach wie vor dazu kommen, dass nicht alle eingehenden Notrufe («110») sofort angenommen werden können, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums. Die Polizei habe bei größeren Ereignissen nun aber die Möglichkeit, die Leitstelle einer anderen Behörde einzubinden. Außerdem könnten die Anrufer nun zurückgerufen werden.

Die Zahl der Notrufe war mit der Verbreitung der Mobiltelefone stark angestiegen. Bei einem Notfall in der Öffentlichkeit schießt die Zahl der Anrufe regelmäßig in die Höhe. Die Polizei konnte bislang nicht ausschließen, dass in der Flut der Hinweise auf ein einziges Ereignis Anrufe für andere Notfälle untergingen.

Die Umrüstung hatte 2010 begonnen und sollte ursprünglich sieben Jahre früher, nämlich 2012 abgeschlossen sein. Es habe Probleme mit dem für die Umrüstung zuständigen Unternehmen gegeben, hieß es dazu am Montag. «Ausfälle der Technik, wie wir sie in der Vergangenheit leider immer wieder erleben mussten, sind damit Geschichte. Außerdem geht jetzt kein Notruf mehr verloren», sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) der « WAZ ».

Die Erreichbarkeit der Polizei in Nordrhein-Westfalen unter der Notrufnummer 110 hatte zuletzt 2015 für Ärger gesorgt. Damals war in einem Bericht an den Landtag eingeräumt worden, dass seit 2012 mehr als eine halbe Million Notrufe nicht angenommen worden war.

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