Ministerin Gebauer plant Vorgaben an Grundschulen
533 Wörter für Viertklässler

Münster/Düsseldorf -

Die Grundschüler in NRW sollen künftig nach der vierten Klasse einen verbindlichen Wortschatz beherrschen. Damit will Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) eine nachprüfbare Grundkompetenz in Lesen und Schreiben sicherstellen. „Es wird einen verbindlichen Grundwortschatz mit 533 Wörtern geben“, sagte Gebauer am Montag bei einem Besuch in der Redaktion unserer Zeitung. 

Montag, 25.03.2019, 19:24 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 21:29 Uhr
Yvonne Gebauer
Yvonne Gebauer Foto: Gunnar A. Pier

„Und dazu wird es einen individuellen für jedes Kind geben. Damit wollen wir die Rechtschreibkompetenz der Schülerinnen und Schüler stärken.“ An diesem Dienstag will sie eine ent sprechende Handreichung für die Schulen vorstellen.

785 Wörter in Hamburg

Einige Bundesländer haben bereits solche Grundwortschätze festgelegt. In Hamburg etwa soll jedes Kind nach der vierten Klasse je 785 Wörter beherrschen.

Der jetzt in NRW vorge­gebene Wortschatz beinhalte weitgehend das, was schon jetzt unterrichtet werde, betonte Gebauer . Die Lehrerinnen und Lehrer solle die ­ Vorgabe unterstützen. „Durch die Verbindlichkeit – und indem wir mehr Rechtschreibung von Beginn an einfordern – setzen wir auch ein Signal“, erläuterte die Ministerin: „Wir achten darauf, dass die Kernkompetenzen Lesen und Schreiben wieder verstärkt in den Fokus genommen werden und dass von Beginn an auf Rechtschreibung geachtet werden soll.

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