Sorge vor Masern-Epidemie
Spahn und Laumann befürworten Impfpflicht

Düsseldorf -

Um eine mögliche Masern-Epidemie auszuschließen, spricht sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine Impfpflicht aus. „Ich bin grundsätzlich dafür, wenn es breit getragen wird“, sagte er am Dienstag nach einem Gespräch in der CDU-Landtagsfraktion in Düsseldorf. 

Dienstag, 26.03.2019, 18:30 Uhr aktualisiert: 26.03.2019, 22:57 Uhr
Sorge vor Masern-Epidemie: Spahn und Laumann befürworten Impfpflicht
Foto: Peperhowe

Eine solche Regelung mache Sinn für Kinder, die Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten besuchen. Spahn will nun in der ­Koalition darüber sprechen. Die bisher ergriffenen Maßnahmen hätten „nicht gefruchtet“, eine Entscheidung gegen die Masern-Impfung gefährde auch andere Kinder und Erwachsene. In dieser Lage „halte ich das Abwägen zwischen Freiheitsrechten und einer Impfpflicht für richtig“, bekräftigte Spahn.

In NRW ist die Zahl der Masern-Infektionen massiv gestiegen. Nach Werten ­zwischen 28 und 69 Er­krankungen von 2014 bis 2016 schnellte die Zahl 2017 auf 520 Fälle hoch, 2018 registrierte das Gesundheitsministerium noch 211. Im ersten Quartal dieses Jahres sind es schon 95 Fälle.

Die Impfquote in NRW erreicht danach in der ersten Impfung 97,9 Prozent, in der zweiten 94,1. Um Masern auszurotten, müssten es mindestens 95 Prozent sein, betonte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Er befürworte die Impfpflicht.

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