Volleyball
Nach Niederlage: Berlin Volleys im Viertelfinale unter Druck

Berlin (dpa/bb) - Enttäuscht schlichen die Berlin Volleys vom Feld. Bei den SWD powervolleys Düren stand der deutsche Volleyball-Meister am Mittwoch nach einer zwischenzeitlichen 2:1-Satzführung schon dicht vor dem Einzug ins Playoff-Halbfinale, verlor am Ende aber noch 2:3 (22:25, 25:20, 25:20, 22:25, 13:15). «Es gibt solche Tage, da läuft es nicht», sagte Manager Kaweh Niroomand. Für die Berliner war es die erste Niederlage nach zuvor zehn siegreichen Bundesligaspielen.

Donnerstag, 04.04.2019, 09:43 Uhr aktualisiert: 04.04.2019, 09:52 Uhr

Im Viertelfinale im Best-of-three-Modus steht es 1:1. Das bedeutet: Ein drittes Spiel am Sonntag (19.00 Uhr) in Berlin entscheidet über das Weiterkommen - es ist ein Endspiel bereits im Viertelfinale. «Düren hat mit Leib und Seele gekämpft», sagte Niroomand . Das vermisste der Manager offenbar beim eigenen Team. «Das ist kein Gegner, gegen den man von oben herab das Spiel diktieren kann.»

Düren zog nach der Hauptrunde als Tabellensechster mit elf Punkten Rückstand zum Dritten, den BR Volleys, in die Playoffs ein. Doch derzeit sind große Niveauunterschiede zwischen beiden Mannschaften nicht auszumachen, wenngleich Dürens Trainer Stefan Falter feststellte: «Wir haben eine starke Teamleistung geboten, dabei sind die Berliner individuell sicher besser besetzt als wir.»

Allerdings riefen bei den BR Volleys sonstige Stützen wie etwa Mittelblocker Nicolas Le Goff nicht ihr Potenzial ab. Niroomand haderte: «Wir haben den ersten Satz unnötig aus der Hand gegeben. Und selbst im vierten Satz haben wir ja noch in Führung gelegen.» Als es ernst wurde, passierten «einige leichte Eigenfehler zu viel.»

Ärgerlich für die BR Volleys war, dass Düren im Tiebreak beim Stande von 5:5 dank einer umstrittenen Entscheidung von Schiedsrichter Nils Weickert (Bingen) erstmals in diesem Satz in Führung gehen konnte. Diese gaben die Gastgeber bis zum Schluss nicht mehr ab. Berlins Zuspieler Sergej Grankin, gewöhnlich ein ruhiger, disziplinierter Zeitgenosse, protestierte derart heftig, dass er die Gelbe Karte sah.

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