Fußball
Röttgermann: Sohn steckte einen Kinnhaken für Fortuna ein

Am Samstag wurde die Trennung von Robert Schäfer bekannt, am Dienstag stellte Fortuna Düsseldorf seinen neuen Vorstandsvorsitzenden Thomas Röttgermann vor. Dessen Familie wird sich über den Wechsel des Vaters sehr gefreut haben.

Dienstag, 16.04.2019, 15:48 Uhr aktualisiert: 16.04.2019, 16:02 Uhr
Thomas Röttgermann, neuer Vorstandsvorsitzender von Fortuna Düsseldorf, lächelt während der Pressekonferenz.
Thomas Röttgermann, neuer Vorstandsvorsitzender von Fortuna Düsseldorf, lächelt während der Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Familie des neuen Vorstandsvorsitzenden Thomas Röttgermann liebte Fortuna Düsseldorf schon vor dem Amtsantritt des Vaters bis zur Schmerzgrenze. «Ich hatte Fortuna immer auf dem Zettel, auch aus familiären Gründen. Die Familie meiner Frau, die aus Neuss stammt, besteht im Wesentlichen aus heißen Fortuna-Fans», sagte der 58-Jährige bei seiner Vorstellung am Dienstag. Und er verriet: «Mein Sohn hat das sagenumwobene 4:0 auf Schalke nicht nur miterlebt. Er hat auch einen Kinnhaken eines Schalke-Fans einstecken müssen, weil er im falschen Moment seinen Fortuna-Schal gezeigt hat. Das sollte man auch nicht tun.»

Was man im Tagesgeschäft eines Fußball-Bundesligisten lassen sollte, dazu haben sie bei Fortuna in den vergangenen Monaten einige Erfahrungen gemacht. Deshalb ist Röttgermann jetzt auch da. «Man kann in solchen Situationen nicht behaupten, dass man alles richtig gemacht hat», sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhold Ernst: «Es gibt eine Menge aufzuarbeiten. Und ich kann versichern: Das werden wir auch tun.»

Gründe für die Trennung von Röttgermanns Vorgänger Robert Schäfer wollte Ernst auch am Dienstag nicht nennen. «Wir wollen ganz bewusst keine schmutzige Wäsche waschen und nicht einzelne Personen öffentlich beschädigen», begründete er nebulös: «Gehen Sie aber davon aus, dass es ein richtiger und notwendiger Schritt war.»

Ernst sprach von «vielen gewichtigen Gründen im inhaltlichen, fachlichen und persönlichen Bereich.» Die Situation im Trainingslager auf Marbella, als sich Schäfer und Erfolgstrainer Friedhelm Funkel zunächst nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen konnten, habe «natürlich auch dazu beigetragen».

Röttgermann versicherte derweil, dass Sportvorstand Lutz Pfannenstiel entgegen anderslautender Gerüchte nicht um seinen Job bangen muss. «Er ist sehr kompetent. Und ich sehe keinen Grund, wieso es zu solchen Spekulationen kommt», sagte der bis 2017 in Wolfsburg arbeitende Röttgermann. Die Fortuna sei «ein besonderer Club mit großartigen Möglichkeiten», mit der er «eine gute Rolle in der Bundesliga» spielen will.

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