Prozesse
Historische Weltkarte verschwunden: 65-Jähriger vor Gericht

Witten (dpa/lnw) - Ein 65-Jähriger aus Witten soll in der Uni-Bibliothek Innsbruck eine wertvolle historische Karte gestohlen haben und steht dafür am 24. April in Witten vor Gericht. «Er war der letzte, der dieses Buch ausgeliehen hat, in dem sich die Weltkarte befand», sagte eine Sprecherin des Amtsgerichts Witten am Dienstag. Die Karte sei als Anhang in dem historischen Buch «Rudolfinische Tafeln» des Mathematikers und Astronom Johannes Kepler gewesen. Der Sachwert werde auf 30 000 Euro geschätzt. Zuvor hatte die «WAZ» über den Fall berichtet.

Dienstag, 16.04.2019, 16:11 Uhr aktualisiert: 16.04.2019, 16:22 Uhr
Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main.
Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert

Der Angeklagte habe sich im Juli 2017 in der Bibliothek als Fachbesucher ausgewiesen und nach dem wertvollen Buch angeblich für eine wissenschaftliche Arbeit gefragt. Das Buch sei ihm aus einem Tresor gebracht worden. Später sei dann festgestellt worden, dass die Karte aus dem Buch weg war.

Bei einer Hausdurchsuchung habe die Polizei die Karte bei dem Tatverdächtigen allerdings nicht gefunden. Dagegen fanden die Ermittler Hinweise darauf, dass sich der 65-Jährige tatsächlich mit dem Thema beschäftigte. «Wir müssen uns jetzt damit befassen, ob man ihm nachweisen kann, dass er das war», sagte die Gerichtssprecherin. Dem Mann werde Diebstahl in besonders schwerem Fall vorgeworfen. Gegen ihn sei wegen ähnlicher Delikte schon in anderen Städten ermittelt worden.

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