Kriminalität
Attacke auf Gerichtsvollzieher: Frau verschüttete Salzsäure

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach der Attacke auf einen Gerichtsvollzieher in einem Haus in Düsseldorf geht die Polizei davon aus, dass die mutmaßliche Täterin 30-prozentige Salzsäure auf den Mann und zwei Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes geschüttet hat. Das hätten Untersuchungen der Uniklinik ergeben, so ein Polizeisprecher am Donnerstag auf Anfrage. Die Staatsanwaltschaft wollte am Donnerstag einen Antrag auf Unterbringung der Frau in einer psychiatrischen Anstalt stellen.

Donnerstag, 18.04.2019, 10:43 Uhr aktualisiert: 18.04.2019, 10:52 Uhr
Ein Beamter des Spezialeinsatzkommandos steht mit Schutzmaske und Schild vor einem Haus in Düsseldorf.
Ein Beamter des Spezialeinsatzkommandos steht mit Schutzmaske und Schild vor einem Haus in Düsseldorf. Foto: David Young

Die Wohnung der 51 Jahre alte Frau sollte am Mittwochmorgen zwangsgeräumt werden. Da sie nicht öffnete, ließ der Gerichtsvollzieher die Tür von einem Schlüsseldienst öffnen. Laut Amtsgericht attackierte die Frau in diesem Moment den 45-Jährigen mit einer zunächst unbekannten Flüssigkeit. Auch zwei Mitarbeiter des Schlüsseldienstes bekamen etwas ab. Alle drei wurden in die Düsseldorfer Uni-Klinik gebracht, die sie am Nachmittag nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnten. Die Untersuchung der Spuren unter anderem an der Kleidung der Opfer ergab laut Polizei, dass es sich bei der Flüssigkeit um 30-prozentige Salzsäure handelte.

Da die Frau nach der Attacke Polizeibeamte mit einer Pistole bedrohte - die sich erst später als harmlos erwies - und sie sich dann in ihrer Wohnung verschanzte, wurde ein Spezialeinsatzkommando zum Tatort gerufen. Die mit Säureschutzanzügen ausgestatteten Elitepolizisten nahmen die Frau nach knapp zweieinhalb Stunden fest und führten sie aus der Wohnung. Laut Polizei ergaben sich im Verhör Hinweise auf Wahnvorstellungen der Frau. Ein Gutachter untersuchte sie später im Auftrag der Staatsanwaltschaft.

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