Demonstrationen
Friedlicher Protest: Auftakt zum Ostermarsch 2019

Demonstrieren für Frieden und gegen Atomkraft: Gronau macht am Karfreitag den Auftakt für die alljährlichen Ostermärsche in NRW. Trotz des deutschen Atomausstiegs protestieren die Aktivisten wieder vor einer Urananreicherungsanlage.

Freitag, 19.04.2019, 15:38 Uhr aktualisiert: 19.04.2019, 15:52 Uhr
Teilnehmer des Ostermarsches demonstrieren vor der Uran-Anreicherungsanlage in Gronau gegen Atomkraft.
Teilnehmer des Ostermarsches demonstrieren vor der Uran-Anreicherungsanlage in Gronau gegen Atomkraft. Foto: Caroline Seidel

Gronau (dpa/lnw) - Die Ostermärsche 2019 haben in Nordrhein-Westfalen am Karfreitag mit friedlichen Kundgebungen gegen Atomwaffen begonnen. Vor der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau demonstrierten nach Angaben der Veranstalter rund 300 Atomkraftgegner und Friedensaktivisten bei schönstem Frühlingswetter. Die Polizei in Gronau sprach von etwa 250 Teilnehmern und einem «erwartungsgemäß störungsfreien Verlauf».

In Gronau wird Uran angereichert, das in Atomkraftwerken für die Stromproduktion benötigt wird. Die Aktivisten forderten, dies weltweit zu stoppen. Schließlich könne Urananreicherung stets auch «Vorstufe zum Bau von Atombomben sein», sagte ein Sprecher vom «Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen».

Die nächsten größeren Ostermärsche sind für Karsamstag in Köln und Düsseldorf geplant. Außerdem beginnen dann die dreitägigen Rhein-Ruhr-Ostermärsche in Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund. Mit drei Tagen sind die NRW-Ostermärsche bundesweit die längsten.

Nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative wurden deutschlandweit mehr als 100 Ostermarsch-Aktionen angemeldet. In NRW werde dabei besonders häufig die Forderung nach Abrüstung thematisiert. Die weltweit rund 1,5 Billionen Euro an Rüstungsausgaben fehlten für Bildung, Pflege oder Klimaschutz, kritisierte die Bewegung.

In Deutschland bringt sie seit 1960 jährlich Menschen für Frieden, Abrüstung und eine gerechtere Welt auf die Straßen. In den 80er Jahren konnte sie Hunderttausende gegen das atomare Wettrüsten zwischen der Sowjetunion und der Nato mobilisieren.

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