Prozesse
44 Kilo Heroin durch Europa gekarrt: Freiheitsstrafen

Wuppertal (dpa/lnw) - Sie schmuggelten im großen Stil Heroin, Marihuana und Ecstasy-Tabletten: Das Landgericht Wuppertal hat fünf Mitglieder einer grenzüberschreitend aktiven Bande von Drogenhändlern zu teils hohen Freiheitsstrafen verurteilt. Wie das Gericht am Freitag mitteilte, erhielt der 45 Jahre alte Hauptangeklagte eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwölf Jahren. Seine Komplizen wurden zu Strafen zwischen zehneinhalb und vier Jahren verurteilt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig. Zwei Männer, darunter der Hauptangeklagte, hatten gegen Ende des Prozesses zumindest teilweise gestanden.

Freitag, 26.04.2019, 17:34 Uhr aktualisiert: 26.04.2019, 17:42 Uhr
Der Eingang zum Landgericht in Wuppertal.
Der Eingang zum Landgericht in Wuppertal. Foto: Bernd Thissen

Der Vorsitzende Richter betonte, allein die gewaltige Menge an Heroin hätte ausgereicht, um jeden der 350 000 Wuppertaler mit einer Konsumeinheit zu versorgen. Laut Gericht hatte der 45-Jährige einen Lastwagen präpariert, um die große Menge von 44 Kilogramm Heroin zu schmuggeln. Ein anderes Auto wurde von ihm vorbereitet, um 16 Kilogramm Marihuana aus den Niederlanden nach Bulgarien zu verschieben. Bei dem dritten Drogentransport ging es um 64 000 Ecstasy-Tabletten, die von Deutschland in einem präparierten Wagen in die Türkei gebracht wurden. Die fünf Angeklagten waren nach Feststellung des Gerichts in wechselnder Zusammensetzung beteiligt.

Der Mammutprozess hatte das Gericht an 75 Verhandlungstagen beschäftigt. Das Gericht vernahm viele Zeugen per Videotelefon und wertete eine immense Menge mitgeschnittener Telefongespräche aus. Zwei der zwischen 32 und 55 Jahre alten Angeklagten stammen aus Solingen.

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