Brände
Appell an Macron: Bei Notre-Dame nichts überstürzen

Paris/Köln (dpa) - Zwei Wochen nach dem Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame warnen mehr als 1000 Experten in einem Appell an Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron vor Eile beim Wiederaufbau. «Nehmen wir uns Zeit für die Diagnose», schrieben internationale Kunsthistoriker, Denkmalschützer und Universitätsprofessoren in dem offenen Brief, der von der Tageszeitung «Le Figaro» (Montag) veröffentlicht wurde. Einer der Unterzeichner ist der Leiter des Kölnischen Stadtmuseums, Mario Kramp.

Montag, 29.04.2019, 19:37 Uhr aktualisiert: 29.04.2019, 19:42 Uhr
Eine wasserdichte Plane bedeckt das Dach der Kathedrale Notre-Dame in Paris.
Eine wasserdichte Plane bedeckt das Dach der Kathedrale Notre-Dame in Paris. Foto: Michel Euler

Präsident Macron hatte nach der schweren Beschädigung der über 850 Jahre alten gotischen Kathedrale angekündigt, dass sie innerhalb von fünf Jahren wiederaufgebaut werden soll. Bei dem Brand Mitte des Monats war vor allem das Dach der Kirche im Herzen der Hauptstadt zerstört worden. Als seinen persönlichen Sonderbeauftragten für den Wiederaufbau ernannte der 41-jährige Macron einen General.

Für den Wiederaufbau der Kirche, die als ein Pariser Wahrzeichen gilt, müssten Experten angehört werden, heißt in dem Appell. «Die Welt schaut uns zu.» Die nötigen Bauarbeiten würden länger dauern als Amtszeiten in der Politik.

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