Justiz
NRW-Opferschutzbeauftragte kommt nach Lügde

Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Zusammenhang mit dem Missbrauchsfall von Lügde veranstaltet die NRW-Opferschutzbeauftragte in dem Ort eine offene Sprechstunde. Am Nachmittag des 2. Mai und am Vormittag des 3. Mai seien dann auch Vertreter des kommunalen Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, des polizeilichen Opferschutzes sowie des Weißen Rings vor Ort, sagte die Opferschutzbeauftragte Elisabeth Auchter-Mainz am Dienstag in Düsseldorf.

Dienstag, 30.04.2019, 13:10 Uhr aktualisiert: 30.04.2019, 13:22 Uhr
Elisabeth Auchter-Mainz beantwortet die Fragen von Journalisten.
Elisabeth Auchter-Mainz beantwortet die Fragen von Journalisten. Foto: Federico Gambarini

Auf einem Campingplatz in Lügde im Osten von Nordrhein-Westfalen sollen zwei Männer über Jahre hinweg viele Kinder missbraucht haben. Ermittelt wurden bislang 40 Opfer. Der Gerichtsprozess steht noch bevor.

Auchter-Mainz sagte, der Fall beschäftige ihr Büro sehr. Jedes bislang bekannte Opfer sei angeschrieben worden. Sie nannte «45 Betroffene», darunter auch Geschwisterkinder. Teilweise handele es bei den Geschädigten um inzwischen erwachsene Frauen. Mit Blick auf den bevorstehenden Prozess vor dem Landgericht Detmold sei für mehrere Zeugen bereits eine psychosoziale Prozessbegleitung bestimmt worden. Die Opferschutzhilfe hat eine Lotsenfunktion für die Hilfsangebote für Opfer.

Die ehemalige Generalstaatsanwältin sagte, für die offene Sprechstunde in Lügde stelle die Gemeinde einen Raum bereit. Es gebe auch die Möglichkeit zu Einzelgesprächen. Auchter-Mainz ist seit Dezember 2017 im Amt.

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