Kriminalität
NRW will ausufernden Hochzeitsfeiern auf den Grund gehen

Köln/Düsseldorf -

Das nordrhein-westfälische Innenministerium plant laut einem Bericht eine Art Lagebild zu ausufernden Hochzeitsfeiern. Insgesamt sei die Polizei in NRW in den vergangenen drei Wochen etwa 100 Mal wegen aus dem Ruder gelaufener Hochzeitsfeiern ausgerückt.

Mittwoch, 01.05.2019, 08:38 Uhr aktualisiert: 01.05.2019, 12:51 Uhr
Figuren von Hochzeitspaaren stehen in einem Geschäft für Hochzeits- und Veranstaltungsdekorationen.
Figuren von Hochzeitspaaren stehen in einem Geschäft für Hochzeits- und Veranstaltungsdekorationen. Foto: Jens Büttner

Von den Einsätzen berichtete der «Kölner Stadt-Anzeiger» (Mittwoch) unter Berufung auf einen Ministeriumssprecher. Meist sei es dabei um Eingriffe in den Straßenverkehr gegangen. Um zu ergründen, ob es sich bei den über die Stränge schlagenden Hochzeitsgesellschaften um ein neues Phänomen handele, habe das Innenministerium begonnen, eine gesonderte Statistik über die Vorfälle zu führen, zitierte die Zeitung den Sprecher.

Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach den Angaben zufolge von «Exzessen», die «den kleinsten gemeinsamen Nenner dieser Gesellschaft» missbilligten. Er kündigte an, «mit allen rechtlichen Mitteln» dagegen vorzugehen.

Allein am Wochenende war es nach Angaben des Innenministeriums zu fast 30 Einsätzen wegen eskalierender Hochzeitsfeiern gekommen. Auf der Autobahn 2 bei Kamen, der A4 nahe Düren und auf der A52 bei Marl blockierten Autokorsos den Verkehr. Nach einer Blockade der A3 bei Ratingen hatte die Polizei Düsseldorf sogar eine eigene Ermittlungskommission gegründet. Ähnliche Aktionen sorgen auch in anderen Bundesländern seit Wochen für Aufsehen.

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