Kirche
Woelki schämt sich für alltäglichen Antisemitismus

Köln (dpa/lnw) - Der Kölner Kardinal Rainer Woelki hat sich erschüttert über wachsenden Antisemitismus in Deutschland geäußert. Der neue Rabbi der Kölner Synagogengemeinde fahre jetzt wieder bevorzugt mit dem Auto, nachdem er in den vergangenen Monaten in Bussen und Bahnen der Stadt öfters massiv beschimpft worden sei, sagte Woelki am Sonntag in einem Beitrag für das Kölner Domradio. «Ich schäme mich als Kölner für solche Vorfälle», sagte der Chef des größten katholischen Bistums in Deutschland. «Es macht mich zugleich fassungslos, dass es immer noch Zeitgenossen gibt, die nichts, aber auch gar nichts aus der Geschichte gelernt zu haben scheinen.»

Sonntag, 05.05.2019, 09:46 Uhr aktualisiert: 05.05.2019, 09:52 Uhr
Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln.
Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln. Foto: Rolf Vennenbernd

Gerade in Deutschland dürften nie wieder Menschen auf Grund ihrer Religion beleidigt, beschimpft, benachteiligt, ausgegrenzt oder gar verfolgt werden. «Beim Thema Fremdenfeindlichkeit und bei der Religionsfreiheit, da kenne ich keine Kompromisse», betonte Woelki . «Hier sage ich ganz klar: Nie wieder, und nicht mit mir!»

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