Naturschutz
Nabu: Verlust der Artenvielfalt trifft auch NRW hart

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der weltweite dramatische Artenschwund trifft laut der Umweltorganisation Nabu auch das Land NRW hart. «Das globale Artensterben ist bittere Realität - auch hier in Nordrhein-Westfalen», erklärte der Vize-Nabu-Landeschef Heinz Kowalski am Dienstag in Düsseldorf. Am Montag hatte der Weltbiodiversitätsrats (IPBES) in Paris einen alarmierenden Bericht veröffentlicht. Demnach sind bis zu eine von acht Millionen Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht.

Dienstag, 07.05.2019, 16:51 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 17:02 Uhr
Ein Tagpfauenauge (Aglais io) saugt Nektar aus den Blüten eines Baumes.
Ein Tagpfauenauge (Aglais io) saugt Nektar aus den Blüten eines Baumes. Foto: Frank Rumpenhorst

Auch in NRW sehe es kritisch aus, betont der Nabu : So gelten rund 43 Prozent der Laufkäferarten, 52 Prozent der Wildbienen und Wespen, 55 Prozent der Schmetterlinge, 48 Prozent der Heuschrecken und 45 Prozent der Libellen in NRW als ausgestorben oder gefährdet. Damit fehle Vögeln und anderen Tieren eine wichtige Nahrungsgrundlage.

In vielen Bereichen des Landes seien Vogelarten wie die Feldlerche, die Schafstelze, der Feldsperling, der Kiebitz und das Rebhuhn bereits ausgestorben oder drastisch im Bestand geschrumpft, sagt Kowalski . Ursache für diese Verluste seien vorrangig Monokulturen von Mais oder Raps und Industriegrasflächen, in denen kein Wildkraut mehr wachsen kann. Der NABU fordert von der Landesregierung eine sofortige Kehrtwende in der Agrar- und Umweltpolitik.

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