Archäologie
Archäologen präsentieren Reste von altem Römerlager

Vor rund 2000 Jahren sollen in Bielefeld tausende Römer gerastet haben: Archäologen haben in einem Waldstück Überreste eines antiken Marschlagers entdeckt. Für die Region ist es ein einzigartiger Fund, schwärmen die Forscher.

Mittwoch, 08.05.2019, 02:03 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 02:12 Uhr

Bielefeld (dpa/lnw) - Archäologen haben in Bielefeld Reste eines rund 2000 Jahre alten Römerlagers freigelegt - eine seltene Entdeckung. Heute präsentieren sie ihren Fund und wollen weitere Details bekanntgeben. Laut den Forschern des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) handelt es sich um Überreste eines alten Marschlagers, in dem durchziehende Legionäre rasteten. Erkennbar seien ein Erdwall rund um die etwa 26 Hektar große Fläche in dem Waldstück im Stadtteil Sennestadt sowie ein Eingang ins Innere des Lagers.

Ähnliche Gelände sind wegen späterer Besiedlung sonst meist kaum mehr zu erkennen. Nicht nur in der römischen Provinz westlich des Rheins, sondern auch bis ins heutige Westfalen und darüber hinaus hinterließen die Römer unter Kaiser Augustus zahlreiche Spuren. Bekannt ist etwa das Römerlager in Haltern, das als Militärstützpunkt diente. Seit 2011 erforscht der LWL zudem beispielsweise eine Lagerstätte in Olfen im Münsterland, die den Römern wahrscheinlich zur Versorgung ihrer Truppen diente.

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