Kriminalität
Fall Lügde: Zahl der Beschuldigten steigt auf acht

Lügde/Bielefeld (dpa/lnw) - Im Fall des tausendfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern auf einem Campingplatz in Lügde ist die Zahl der Beschuldigten auf acht gestiegen. Laut gemeinsamer Presseerklärung von Polizei Bielefeld und der Detmolder Staatsanwaltschaft von Mittwoch wird auch gegen einen 21-jährigen Mann wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs ermittelt. Ein Verfahren gegen eine 63-jährige Mutter eines Opfers wegen des Verdachts der Beihilfe zum sexuellen Missbrauch von Kindern sei in der Zwischenzeit eingestellt worden.

Mittwoch, 08.05.2019, 12:14 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 12:22 Uhr
Auf dem Campingplatz Eichwald hängt vor dem Campingwagen eine Banderole mit der Aufschrift: "Polizeiabsperrung".
Auf dem Campingplatz Eichwald hängt vor dem Campingwagen eine Banderole mit der Aufschrift: "Polizeiabsperrung". Foto: Guido Kirchner

Die Zahl der bislang bekannten Opfer liegt bei 41. Auf dem Campingplatz im Kreis Lippe an der Landesgrenze zu Niedersachsen soll ein 56-jährige Dauercamper mit einem Komplizen (33) über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben. Die beiden Verdächtigen sowie ein 48-Jähriger aus dem niedersächsischen Stade sitzen in Untersuchungshaft. Neben den drei Hauptverdächtigen wird jetzt noch gegen fünf Beschuldigte wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs, des Besitzes von kinderpornografischem Material oder Strafvereitelung ermittelt.

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