Möbel
Umsatz deutscher Küchenhersteller stagniert

Köln (dpa) - Obwohl immer hochwertigere Küchen gekauft werden, haben die deutschen Hersteller mit stagnierenden Erlösen zu kämpfen. Im vergangenen Jahr habe die Küchenindustrie rund 11,4 Milliarden Euro umgesetzt, etwa 1,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Das teilte die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK) am Montag in Köln mit.

Montag, 13.05.2019, 14:21 Uhr aktualisiert: 13.05.2019, 14:32 Uhr

Als einen Grund für den leichten Umsatzrückgang sieht AMK-Geschäftsführer Volker Irle den Hitzesommer. «Da hatten viele Leute besseres zu tun, als sich eine Küche zuzulegen», sagte Irle. Zudem habe die Insolvenz des Küchenherstellers Alno Ende 2017 monatelang zu Überlastung in den verbliebenen Betrieben geführt. «Wir haben im vergangenen Jahr gesehen, was unsere Leistungsgrenzen sind», sagte Irle.

Auf dem deutschen Markt ging der Umsatz um 1,7 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zurück. Etwas verträglicher waren die Verluste mit 0,58 Prozent im Export (5,0 Milliarden Euro). Hier registrierte die AMK einen starken Zuwachs in China, die wichtigsten Auslandsmärkte blieben jedoch Frankreich und die Niederlande.

Weltweit beobachten AMK und Konsumforscher, dass immer mehr Menschen sich teure und qualitativ hochwertige Küchenmöbel und -geräte zulegen: Mit mehr als 7100 Euro haben Küchenkäufer im vergangenen Jahr nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts GfK im Schnitt etwa 230 Euro mehr ausgegeben als noch 2017. Mittlerweile koste mehr als die Hälfte aller verkauften Küchen mehr als 10 000 Euro, sagte GfK-Handelsforscherin Martina Sedlmaier. «Die Küche hat das Auto ein Stück weit als Statussymbol abgelöst», sagte AMK-Geschäftsführer Irle.

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