Anfrage zum Thema Islamismus
109 Moscheen unter Beobachtung

Düsseldorf -

Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz beobachtet derzeit 109 Moscheen, weil es dort konkrete Anhaltspunkte auf islamistische Aktivitäten von Salafisten, Muslimbruderschaft und weiteren extremistischen Gruppierungen gibt.

Freitag, 17.05.2019, 08:10 Uhr

Wie Innen­minister Herbert Reul (CDU) in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine AfD-Anfrage berichtet, geht der Verfassungsschutz von mehr als 4000 Personen aus, die neun unterschied­lichen islamistischen Richtungen angehören und in den beobachteten Moscheen aktiv sind. Mit 3100 Personen bilden die Salafisten die größte Gruppe, es folgen mit Abstand die Milli-Görüs-Bewegung mit etwa 250 sowie der sogenannte Kalifatsstaat mit 220 Mitgliedern. Zu den kleineren Gruppierungen zählen Hizb-Allah (110), die türkische Hizbullah (100), Hamas (75) oder die Muslimbruderschaft (65).

Mit Stand Ende März ­führte der Verfassungsschutz 260 Islamisten als terroristische Gefährder und 156 weitere als „relevante Personen“. Als „aktionsfähig“ stuft der Nachrichtendienst 110 Gefährder und 127 „relevante Personen“ ein, weil sie sich nicht im Ausland aufhalten und nicht als in Kriegsgebieten Getötete registriert sind.

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