Soziales
WDR-Umfrage: Jugendämter sehr unterschiedlich ausgestattet

Köln (dpa/lnw) - Die Jugendämter in den nordrhein-westfälischen Kommunen sind einer Umfrage des WDR zufolge personell sehr unterschiedlich ausgestattet. An der Umfrage anlässlich des Missbrauchsfalls in Lügde hätten 139 von insgesamt 186 Ämtern teilgenommen, so der WDR am Sonntag. Einige Kommunen klagten über massive Überlastung.

Sonntag, 19.05.2019, 16:13 Uhr aktualisiert: 19.05.2019, 16:22 Uhr
Ein Schild mit dem Schriftzug «Jugendamt».
Ein Schild mit dem Schriftzug «Jugendamt». Foto: Max Nikelski

In Rösrath kamen demnach durchschnittlich 101 Fälle auf eine Planstelle, im Kreis Siegen-Wittgenstein 97 und in Gelsenkirchen 79. Eine viel günstigere Fallrelation gab es in Goch (23), Erkelenz (18) und Schwerte (16). Im Durchschnitt betreue ein Jugendamtsmitarbeiter 39 Fälle.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Allgemeiner Sozialer Dienst habe sich für maximal 35 Fälle pro Stelle ausgesprochen. Ob die Kinder im Heim oder in Pflegefamilien betreut werden, sei von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlich: Bergisch Gladbach habe mit 76 Prozent einen hohen Heimanteil.

Im Kreis Wesel dagegen wurden 83 Prozent der betreuten Kinder und Jugendlichen in Pflegefamilien untergebracht. Landesweit seien 53 Prozent der betreuten Kinder in Pflegefamilien und 47 Prozent in Heimen untergebracht.

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