Kriminalität
Chemikalienfunde aus Gartenhütte gezielt gesprengt

Hemer/Iserlohn (dpa/lnw) - In einer Gartenhütte in Hemer im Sauerland hat die Polizei verschiedene und möglicherweise explosive Chemikalien gefunden, die Experten sicherheitshalber vor Ort gesprengt haben. Nachdem am Dienstag Funde in fünf Tranchen kontrolliert unschädlich gemacht wurden, wollten die Spezialisten bei einem weiteren Fund aus dem etwa zwei mal drei Meter großen Schuppen am Mittwochabend ebenso vorgehen, wie die Polizei mitteilte. Die unmittelbaren Nachbarn des Grundstücks, zu dem auch ein Wohnhaus gehöre, seien informiert worden. Für sie habe durch die Sprengungen keine Gefahr bestanden.

Mittwoch, 22.05.2019, 18:23 Uhr aktualisiert: 22.05.2019, 18:32 Uhr
Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei. leuchtet in der Dunkelheit.
Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei. leuchtet in der Dunkelheit. Foto: Monika Skolimowska

Ausgangspunkt der Ermittlungen war laut einer früheren Mitteilung ein lauter Knall und Rauch, der am Dienstag aus dem Gartenhaus aufstieg und der von einem Nachbarn bemerkt wurde. Feuerwehrleute fanden demnach beim Löschen eine Kiste mit unbekannten Chemikalien, zu der Entschärfer des Landeskriminalamtes NRW hinzugerufen wurden. Polizisten durchsuchten am Dienstagabend auch die Wohnung eines 44-jährigen Familienmitglieds im nahe gelegenen Iserlohn. Dabei stellten sie zwei Gewehre sicher. «Die Ermittlungen laufen. Bislang konnte der Wohnungsinhaber noch nicht angetroffen werden», hieß es.

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