Fragwürdige Twitterstrategie
AfD-Mann aus Münster agiert mit unsauberen Tricks

Münster/Berlin -

Um auf Twitter mehr Reichweite zu erzielen, ist bei der AfD mit unsauberen Tricks gearbeitet worden. Hinter dieser Strategie soll ein AfD-Mitglied aus Münster stecken. 

Donnerstag, 23.05.2019, 17:06 Uhr aktualisiert: 24.05.2019, 07:15 Uhr
Das Logo der Alternative für Deutschland (AfD) ist auf Parteibroschüren abgedruckt.
Das Logo der Alternative für Deutschland (AfD) ist auf Parteibroschüren abgedruckt. Foto: Markus Scholz

Nach Recherchen von t-online und netzpolitik.org nutzten Wahlkämpfer und Abgeordnete der AfD umbenannte Twitter-Accounts, die vorher mit anderen Namen und Themen Follower gesammelt hatten. Als Beispiel nannte t-online einen Account mit dem Namen @FDPAussteigerin, die später als @AfDOBLaudenbach Tweets verbreitete.

Hinter dieser Strategie soll ein AfD-Mitglied aus Münster stecken. Ein Parteisprecher bestätigte am Donnerstag, der Mann sei für verschiedene AfD-Politiker tätig gewesen und habe «auf eigene Faust» Dutzende von Accounts auf Twitter angelegt. Die Homepage der münsterischen AfD habe der Mann aber nicht betreut,  erklärte Kreissprecher  Martin Schiller. Er sei auch kein Vorstandsmitglied. 

Er habe etwa ein Jahr lang auch auf Honorarbasis als Social-Media-Moderator für die Bundesgeschäftsstelle der Partei gearbeitet. Der Sprecher sagte, als die «auffälligen» Social-Media-Aktivitäten aufgefallen seien, habe man die Aufträge an ihn im vergangenen Februar gestoppt.

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