Prozesse
Millionen-Betrug mit manipulierten Spielautomaten: Prozess

Hagen (dpa/lnw) - Mit manipulierten Spielautomaten soll ein Brüderpaar jahrelang Steuern in Höhe von mehr als 48 Millionen Euro unterschlagen haben. Die beiden Männer im Alter von 43 und 39 Jahren und ein weiterer Angeklagter (50) stehen deshalb seit diesem Montag in Hagen vor dem Landgericht. Zwischen Ende 2008 und September 2018 sollen sie in Spielhallen in zehn Städten vor allem im Ruhrgebiet sowie im Sauerland ihre Einnahmen kleingerechnet und so Steuern in großem Stil hinterzogen haben. Dazu sollen sie an den Geräten eine Betrugs-Software eingesetzt haben, die die Belege entsprechend fälschte.

Montag, 27.05.2019, 14:20 Uhr aktualisiert: 27.05.2019, 14:32 Uhr
Ein junger Mann steckt in einem Casino Geld in einen Spielautomaten.
Ein junger Mann steckt in einem Casino Geld in einen Spielautomaten. Foto: Britta Pedersen

Allein dem Hauptangeklagten, dem älteren der beiden Brüder, warf die Staatsanwaltschaft am Montag bei der Verlesung der Anklage 743 einzelne Straftaten vor, davon 135 Fälle von Steuerhinterziehung in großem Ausmaß. Er befindet sich seit seiner Festnahme im September in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind zahlreiche Verhandlungstermine bis Ende Januar 2020 angesetzt.

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