Wetter
Heftige Gewitter nach Rekordhitze: Blitz trifft Stellwerk

Nach dem heißen Wochenende mit fast 33 Grad in Geldern gab es am Montagmorgen im Westen teils heftige Gewitter. In Mülheim schlug der Blitz in ein Bahn-Stellwerk ein - erhebliche Behinderungen waren die Folge.

Montag, 03.06.2019, 09:39 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 09:52 Uhr
Ein Auto fährt in der Landeshauptstadt durch eine Wasserlache auf der Straße.
Ein Auto fährt in der Landeshauptstadt durch eine Wasserlache auf der Straße. Foto: Martin Gerten

Düsseldorf (dpa/lnw) - Starke Gewitter über Nordrhein-Westfalen haben am Montagmorgen zu Zugausfällen und Behinderungen im Berufsverkehr geführt. In Mülheim schlug ein Blitz in ein Stellwerk ein. Dadurch seien Signale und Weichensteuerungen ausgefallen, sagte ein Bahnsprecher. Die Züge seien teils mit deutlich verminderter Geschwindigkeit gefahren, teils fielen sie aus. Der Fernverkehr wurde umgeleitet. Es gebe erhebliche Behinderungen im Ruhrgebiet und Rheinland. Auf den Autobahnen staute sich der Verkehr zeitweise auf etwa 300 Kilometern.

Nach dem heißen Wochenende mit 32,9 Grad Rekordtemperatur in Geldern am Niederrhein warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den Morgen vor teils kräftigem Gewitter mit Starkregen, Hagel und einzelnen Sturmböen unter anderem im Ruhrgebiet und am Niederrhein. Auf dem Wetterportal «kachelmannwetter.de» waren zahlreiche Blitze verzeichnet.

In Duisburg rückten die Einsatzkräfte in der Nacht zum Montag fünfmal wegen umgestürzter Bäume aus. Mehrere Autos seien beschädigt worden, Menschen wurden demnach aber nicht verletzt. Im Kreis Kleve waren zahlreiche Haushalte am Sonntagabend einem Polizeisprecher zufolge kurzzeitig von einem vermutlich sturmbedingten Stromausfall betroffen. Im Kölner Hauptbahnhof fielen am Morgen die Anzeigetafeln im Bahnhofsgebäude aus. Es werde verstärkt Personal für Lautsprecherdurchsagen eingesetzt, sagte der Sprecher.

Starke Gewitter gab es auch in Düsseldorf, Mönchengladbach, Essen und Münster - nach Angaben der örtlichen Feuerwehren verliefen diese aber glimpflich und ohne größere Einsätze.

Die DWD-Meteorologen erwarteten, dass die Gewitter im Laufe des Montags weiter nach Osten ziehen. In einem breiten Streifen von Baden-Württemberg bis zur Ostsee sei mit teils kräftigen Gewittern, Starkregen, Hagel und Sturmböen zu rechnen. Nach den Gewittern sollte es sich im Westen leicht abkühlen: Der DWD ging von Höchsttemperaturen zwischen 22 und 27 Grad aus.

Mit einer Spitzentemperatur von 32,9 Grad war der Sonntag der bisher heißeste Tag des Jahres gewesen. Laut DWD erreichte das Thermometer diesen Wert sowohl in Geldern-Walbeck, das für seinen Spargelanbau bekannt ist, als auch in Lenzen (Elbe) in Brandenburg.

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