Klima
NRW-CDU im Bundestag: Nicht zu viel auf Klimapolitik setzen

Berlin (dpa) - Der Chef der nordrhein-westfälischen CDU-Abgeordneten im Bundestag, Günter Krings, warnt die Parteispitze davor, sich zu sehr auf die Klimapolitik zu fokussieren. «Klimapolitik ist wichtig, in den anstehenden Wahlkämpfen in Ostdeutschland sind aber vor allem auch Themen der Inneren Sicherheit und des Rechtsstaats entscheidend», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag). «Nichts ist so gefährlich, wie sich auf die Wahlkämpfe von gestern vorzubereiten», sagte er - offensichtlich mit Blick auf den Erfolg der Grünen bei der Europawahl; die Grünen hatten stark auf umweltpolitische Themen gesetzt.

Dienstag, 04.06.2019, 06:48 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 07:02 Uhr
Günter Krings (CDU).
Günter Krings (CDU). Foto: Bernd von Jutrczenka

Am 1. September finden Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg statt, am 27. Oktober wählt Thüringen. In allen Ländern ist die AfD, die vor allem die Asylpolitik der Bundesregierung kritisiert und Mängel in der öffentlichen Sicherheit anprangert, stark.

Krings sagte, die CDU sollte sich in der Klimapolitik mit einem eigenen Konzept deutlich von den Grünen abgrenzen. Ziele und Ideen anderer nur zu kopieren, sei nicht sinnvoll. «Wer auf einen fahrenden Zug aufspringt, kriegt meist nur noch einen Stehplatz.»

Der Vorsitzende der konservativen Werte-Union, Alexander Mitsch, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Wir werden als Union weder Probleme lösen noch Wählervertrauen zurück gewinnen, wenn wir uns aus falschem Respekt vor den grünen Ökopopulisten bei den dringenden Themen Innere Sicherheit, Begrenzung und Steuerung der Einwanderung sowie Senkung der Steuer- und Abgabenlast wegducken.»

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