Kriminalität
Wohnwagen explodiert: Mann wegen versuchten Mordes angeklagt

Münster/Lüdinghausen (dpa/lnw) - Weil er auf einem Campingplatz im Münsterland einen Wohnwagen in die Luft gejagt haben soll, ist ein 55-Jähriger wegen versuchten Mordes angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann laut Mitteilung von Dienstag vor, im Frühjahr in einem Wohnwagen auf einer Parzelle in Lüdinghausen (Kreis Coesfeld) eine Zehn-Liter-Gasflasche aufgedreht zu haben. Dann soll er den Wohnwagen mit einer brennenden Kerze darin verlassen haben - mit Reisepass und persönlichen Gegenständen im Gepäck. Er habe in Kauf genommen, dass es zu einer nicht beherrschbaren Explosion und zu Feuer kommen könne, erklärte die Staatsanwaltschaft. Auf diese Weise habe er auch die nur 15 Meter entfernt schlafenden Nachbarn in tödliche Gefahr gebracht, begründete sie den Vorwurf des versuchten Mordes.

Dienstag, 04.06.2019, 11:51 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 12:02 Uhr
Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main.
Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert

Tatsächlich war das Gas-Luftgemisch kurz nach Verlassen des Wohnwagens explodiert. Dabei wurden beide vom Angeklagten angemieteten Wohnwagen sowie ein Holzanbau auf der Parzelle zerstört. Menschen wurden nicht verletzt.

Gegenüber der Polizei habe der Angeklagte die Vorwürfe eingeräumt, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Er habe angegeben, sich in einer ausweglosen Lage gesehen zu haben. Über die Folgen seines Handelns habe er sich keine Gedanken gemacht.

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