Tourismus
Germania-Aus belastet Reiseveranstalter Alltours

Düsseldorf (dpa) - Engpässe bei Flugkapazitäten und rückläufige Passagierzahlen machen dem Reiseveranstalter Alltours in diesem Jahr zu schaffen. «Der Winter begann vielversprechend», sagte Inhaber Willi Verhuven am Dienstag in Düsseldorf. «Doch das Aus der Germania hat die positive Entwicklung gestoppt.» Die Fluggesellschaft mit Sitz in Berlin hatte Anfang dieses Jahres Insolvenz angemeldet.

Dienstag, 04.06.2019, 15:11 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 15:22 Uhr
Willi Verhuven steht in der Zentrale des Unternehmens.
Willi Verhuven steht in der Zentrale des Unternehmens. Foto: Rolf Vennenbernd

Zwar habe es sich dabei um eine kleinere Airline gehandelt. Doch der Markt habe sich von der Air-Berlin-Pleite im Jahr 2017 noch nicht erholt. «Das war dann schon eine besondere Keule», sagte Verhuven . Die darauf folgenden Engpässe hätten dazu geführt, dass die hohe Nachfrage im Winter nicht habe bedient werden können.

Auch das Sommergeschäft läuft für das Familienunternehmen noch nicht rund. «Aufgrund des heißen Sommers im letzten Jahr lassen sich die Kunden in diesem Jahr Zeit», teilte Alltours mit. Inwieweit sich darin auch die Auswirkungen der Schülerproteste gegen die Klimapolitik zeigten, sei offen, sagte Verhuven. Er befürwortete die Demonstrationen. «Unsere Branche gehört zu den Umweltverschmutzern, das lässt sich nicht schön reden.»

Aufgrund der Probleme rechnet Alltours für das laufende Geschäftsjahr trotz rückläufiger Passagierzahlen im Sommer mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau. Für den Winter plant Alltours mit einem Zuwachs von sechs Prozent bei den Buchungen. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei 1,44 Milliarden Euro und das operative Ergebnis bei rund 42 Millionen Euro.

Für die anstehende Wintersaison setzt der Reiseveranstalter vor allem auf eine steigende Nachfrage nach Zielen in der Türkei, Ägypten sowie auf den Kanaren als das für die Düsseldorfer wichtigste Urlaubsziel. Allein für die Türkei erreiche das Unternehmen in der laufenden Sommersaison zweistellige Zuwachsraten, hieß es.

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