Verkehr
Nahverkehrs-Modellstadt Essen: Mehr Busse und Bahnen

Damit mehr Autofahrer ihren Wagen stehenlassen, muss der Nahverkehr attraktiver werden. Dazu verdichtet die Essener Ruhrbahn von diesem Montag an den Takt auf mehreren Linien. Essen ist eine von fünf Städten in Deutschland, in denen Modellprojekte erprobt werden.

Donnerstag, 06.06.2019, 13:31 Uhr aktualisiert: 06.06.2019, 13:42 Uhr
In der ÖPNV-Modellstadt Essen fahren vom kommenden Montag an mehr Busse und Bahnen.
In der ÖPNV-Modellstadt Essen fahren vom kommenden Montag an mehr Busse und Bahnen. Foto: Marcel Kusch

Essen (dpa/lnw) - In der ÖPNV-Modellstadt Essen fahren vom kommenden Montag an mehr Busse und Bahnen. Mit Fördergeldern des Bundes verdichtet das kommunale Verkehrsunternehmen Ruhrbahn den Takt unter anderem auf sechs Buslinien und einer Tram-Linie. Das verbesserte Angebot soll Autofahrer motivieren, ihren Wagen stehenzulassen und so für bessere Luft in der Ruhrgebietsstadt sorgen.

Begleitet wird die Angebotsausweitung von einer breit angelegten Werbekampagne, die am Donnerstag gestartet wurde. Sie soll unter anderem mit Radiospots und Großplakaten für das Thema Verkehrswende sensibilisieren und wechselwillige Autofahrer überzeugen, sagte Ruhrbahn-Geschäftsführer Michael Feller . «Ein attraktiver öffentlicher Personennahverkehr ist eine echte Alternative zum Individualverkehr», sagte Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU).

Essen ist eine von fünf Städten bundesweit, in denen Modellprojekte zur Verbesserung des Nahverkehrs und zur Verringerung der Stickstoffdioxid-Belastung laufen. Der Bund stellt dafür bis 2020 insgesamt 130 Millionen Euro zur Verfügung.

Essen erhält davon rund 21 Millionen Euro. Mit dem Geld werden unter anderem neue Busse und Fahrer finanziert. Auch gibt es vergünstigte Tickets. Die Stadt will außerdem drei neue Fahrradstraßen für den Alltagsverkehr einrichten. Die anderen geförderten Städte sind Bonn sowie Mannheim, Reutlingen und Herrenberg in Baden-Württemberg. Eine erste Zwischenbilanz zur Wirksamkeit der Modellprojekte soll es dem Bund zufolge in diesem Sommer geben.

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