Unfälle
Mann nach mutmaßlicher Attacke auf Radler hinter Gittern

Delmenhorst/Mönchengladbach (dpa/lnw) - Weil er bei Delmenhorst einen Radfahrer mit seinem Auto absichtlich gerammt haben soll, sitzt ein 62-Jähriger Mönchengladbacher in Niedersachsen in Untersuchungshaft. Dem Mann werde versuchter Mord vorgeworfen, teilten die Staatsanwaltschaft Oldenburg und die Polizei Delmenhorst am Mittwoch mit. Aufgrund der Spuren am Unfallort bestehe der Verdacht, dass der Autofahrer den 48 Jahre alten Radler absichtlich umgefahren habe.

Mittwoch, 12.06.2019, 20:13 Uhr aktualisiert: 12.06.2019, 20:22 Uhr
Blick auf das Hinweisschild eines Polizeireviers.
Blick auf das Hinweisschild eines Polizeireviers. Foto: Stefan Sauer

Der 62-Jährige war am Dienstagmittag während der Fahrt mit seinem Wagen nach links geraten, hatte die Fahrbahn des Gegenverkehrs und einen Grünstreifen überfahren und den 48-Jährigen auf einem Radweg erfasst. Das Unfallopfer wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Lebensgefahr bestand laut Polizei aber nicht.

Der mutmaßliche Täter selbst wurde leicht verletzt mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo er die Nacht verbrachte. Nach seinem Motiv gefragt, sagte der Mann den Angaben zufolge, er sei ohne festen Wohnsitz und perspektivlos. Mit der Tat habe er eine Unterbringung in einer Justizvollzugsanstalt bewirken wollen.

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