Notfälle
ICE-Strecke Frankfurt-Köln zeitweise gesperrt

Wegen eines verdächtigen Gepäckstücks zwingt die Polizei viele Fahrgäste zum Ausstieg aus einem gestoppten Zug. Bis zur Entwarnung müssen sie sich stundenlang gedulden.

Donnerstag, 13.06.2019, 19:03 Uhr aktualisiert: 13.06.2019, 19:12 Uhr
Polizeibeamte sperren die Zugänge zum ICE-Bahnhof ab.
Polizeibeamte sperren die Zugänge zum ICE-Bahnhof ab. Foto: Thomas Frey

Montabaur (dpa) - Die Bundespolizei hat am Donnerstagnachmittag die ICE-Strecke Frankfurt-Köln wegen eines herrenlosen Koffers mehr als zwei Stunden lang gesperrt. Im Frankfurt solle ein Mann einen Hartschalenkoffer in einen ICE abgestellt haben und verschwunden sein, sagte der Trierer Bundespolizeisprecher Stefan Döhn der Deutschen Presse-Agentur . Der Mann werde gesucht. Am frühen Donnerstagabend gab der Sprecher Entwarnung. In dem Koffer habe sich normales Reisegepäck wie Kleidung und Waschzeug befunden. Die Sperrung der Bahnstrecke wurde wieder aufgehoben.

Die Beamten hatten zuvor wegen des verdächtigen Gepäckstücks einen ICE auf dem Weg von Frankfurt nach Köln im Bahnhof Montabaur im Westerwald gestoppt und dort geteilt. «Der eine Teil des Zuges konnte mit Fahrgästen weiterfahren, der andere Teil mit dem Koffer nicht. Dieser Zugteil wurde evakuiert», sagte Döhn. Etwa 150 bis 200 Fahrgäste hätten aussteigen müssen. Entschärfer der Polizei seien gekommen und hätten den Koffer geprüft. Anschließend sei auch der zweite Teil des Zugs wieder mit den Fahrgästen an Bord in Richtung Köln weitergefahren.

Die Deutsche Bahn sprach von «Nachfolgeverzögerungen» auf der Strecke. Bis zum späteren Abend sollten aber wieder alle ICE zwischen Frankfurt und Köln nach Plan fahren, wie ein Bahnsprecher in Berlin sagte. Am Bahnhof Montabaur war ein Großaufgebot von Polizeibeamten zusammengezogen worden. Wer der Eigentümer des Koffers ist, blieb vorerst unklar.

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