Extremismus
NRW-Behörden führen 250 islamistische Gefährder

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden haben aktuell 250 Menschen als islamistische Gefährder registriert. Das hat das NRW-Innenministerium auf dpa-Anfrage mitgeteilt. Stichtag war der 31. Mai. Allerdings seien nur etwa 100 der Gefährder als «aktionsfähig» eingestuft, also weder in Haft, noch im Ausland, noch mutmaßlich in Kriegsgebieten getötet. Ende vergangenen Jahres waren noch 260 Gefährder erfasst.

Donnerstag, 20.06.2019, 06:50 Uhr aktualisiert: 20.06.2019, 07:02 Uhr

Mindestens vier Gefährder haben die NRW-Behörden in diesem Jahr bislang in ihre Herkunftsländer abgeschoben. Die Gefährder sind in drei Risikoklassen eingeteilt: moderates, auffälliges und hohes Risiko. Wie viele den jeweiligen Risiko-Kategorien zugeordnet werden, wollen die Behörden aus Sicherheitsgründen nicht mitteilen.

Die aktuelle Risikobewertung war nach dem Terroranschlag des Tunesiers Anis Amri auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin eingeführt worden. NRW-Verfassungsschutz-Chef Burkhard Freier hatte im Mai gesagt, allein der NRW-Verfassungsschutz stufe derzeit 20 bis 30 Personen als ähnlich unberechenbar ein wie Amri.

Zum Jahresbeginn hatte im Landeskriminalamt eine neue Abteilung «Terrorismusbekämpfung» zur Überwachung der rund 30 gefährlichsten Islamisten ihre Arbeit aufgenommen. Dort sollen nach Angaben des NRW-Innenministeriums etwa 250 Mitarbeiter zusammengezogen werden. Die Umsetzung sei noch nicht abgeschlossen, teilte das LKA nun auf Anfrage mit.

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